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David gegen Goliath

HANDBALL: Eulen heute gegen TSV Hannover-Burgdorf – Schmidt gut in Schuss

VON HORST KONZOK

Ludwigshafen. Hut ab! Mit dem Tabellenvierten TSV Hannover-Burgdorf gastiert heute (19 Uhr) ein Top-Team der Handball-Bundesliga bei den Eulen Ludwigshafen. Mit knapp 2000 Besuchern in der Friedrich-Ebert-Halle rechnet Eulen-Geschäftsführer Marcus Endlich.

Ausverkauft ist das Gastspiel der Löwen am 10. Dezember in Ludwigshafen. Schön und gut, sagt Ben Matschke. „Wir brauchen aber immer eine volle Halle, gegen Hannover, gegen Leipzig, gegen Erlangen ...“, appelliert der Eulen-Coach. Er muss auch heute ohne Denni Djozic planen. Der Linksaußen fehlt weiter wegen eines Muskelfaserrisses, wird auf Linksaußen von „Johnny “ Scholz ersetzt.

Alles Lob für den Auftritt beim 21: 28 (12:13) im Spiel bei THW Kiel relativiert Matschke: „Die zweite Halbzeit war die schlechteste, die wir bisher in der Bundesliga gespielt haben. Da sind wir leider oft weg vom Plan gewesen. Wir gerieten nicht so klar in Rückstand weil Kiel so stark war, sondern weil wir unseren Plan komplett vergessen haben. Das ärgert mich! Das habe ich der Mannschaft auch so gesagt.“ Die Spieler zeigen sich gewohnt selbstkritisch, was Matschke schätzt. „Man kann die positiven Dinge aus dem Spiel mitnehmen. Wir haben die erste Halbzeit gut gespielt, die beiden Torhüter im ganzen Spiel eine gute Leistung gezeigt. Wir sind aber nicht komplett zufrieden, haben auch bei der Videoanalyse gesehen, dass wir zu viele einfache Fehler gemacht haben, von unserem Plan abgekommen sind“, sagt David Schmidt. Der Halbrechte war in Kiel gut in Schuss, traf sechsmal und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Zu Saisonbeginn war Schmidt verletzt, sieht sich konditionell durch die Zwangspause noch längst nicht bei 100 Prozent: „Da ist definitiv noch Luft nach oben.“

David Schmidt ist 24, will sein BWL-Studium mit dem Master abschließen. Bei den Rhein-Neckar-Löwen schnupperte er ein wenig Bundesliga-Luft, kam 2015 aus der zweiten Mannschaft der Löwen nach Ludwigshafen. Der 1,90 Meter große Rückraum-Scharfschütze schlug toll ein, entwickelte sich zur Stammkraft, schrieb an der Aufstiegsgeschichte merklich mit. „Wenn man Handball spielt, hat man den Traum, irgendwann in er Bundesliga zu spielen“, sagt der Mann, der bei den Eulen das Trikot mit der Nummer 77 trägt.

Vor dem heutigen Gast, den Antonio Carlos Ortega trainiert, bekundet Matschke Respekt. „Hannover gehört zu den stärksten Mannschaften der Liga. Sie haben einen starken, breiten Kader mit Top-Qualität“, betont Matschke mit Blick auf Europameister Kai Häfner und Spielmacher Morten Olsen. Zu Saisonbeginn kam der frühere Friesenheimer Evgeni Pevnov vom VfL Gummersbach nach Hannover, wo er den Arbeitsplatz von Erik Schmidt übernahm, der jetzt für die Berliner Füchse spielt.v„Man muss das Quäntchen Glück zwingen“, sagt Matschke. Und David Schmidt setzt beim Spiel gegen den Goliath aus Hannover vor allem auch auf die Fans in der „Ebert-Hölle“: „Wir freuen uns aufs Heimspiel. Die Unterstützung – das ist ein Riesenvorteil gegen solch einen superschweren Gegner!“