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Das wohl wichtigste Spiel

Handball: Noch sechs Endspiele stehen für das Bundesliga-Schlusslicht Eulen Ludwigshafen auf dem Programm. Verliert die Mannschaft von Ben Matschke heute Abend beim Mitabstiegskonkurrenten TuS Nettelstedt-Lübbecke, wird ein Abstieg für den Aufsteiger immer wahrscheinlicher (19 Uhr, Merkur-Arena). Drei Punkte trennen beide Teams.

Von Stefan Naumer

LUDWIGSHAFEN. An den Abstieg will Maximilian Haider nicht denken. Der Kreisläufer der Eulen Ludwigshafen hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Auch wenn seine Mannschaft momentan als Tabellenletzter (9:47 – 104 Tore) drei Punkte Rückstand auf den Drittletzten Nettelstedt (12:44 – 118 Tore) hat. „Das Spiel müssen wir gewinnen. Da muss man nicht um den heißen Brei reden. Und ich bin zuversichtlich, dass mal wieder ein Sieg gelingt“, glaubt Haider an den vierten Saisonerfolg. Es wäre der erste Auswärtssieg der Eulen in dieser Saison. Im Hinspiel hatten die Eulen den Sieg vor Augen. Jedoch vergab das Team im Aufsteigerduell kurz vor Schluss den greifbaren Erfolg und musste am Ende mit einem 23:23 leben. Das sind verlorene Punkte gewesen, die im Saisonfinale nun mehr denn je weh tun und richtig schmerzen…

Einsatz und Leidenschaft kann der Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht abgesprochen werden. Im Heimspiel gegen den THW Kiel zeigten die Eulen nach einem klaren Rückstand noch Moral. Im Endeffekt stand unterm Strich die 22. Saisonniederlage im 28. Spiel zu Buche.

Die Stimmung scheint im Lager der Eulen trotzdem noch gut zu sein. „Wir lassen uns nicht unterkriegen und nehmen immer das Positive mit. Wir haben für Nettelstedt wieder gut trainiert und sind motiviert bis unter die Haarspitzen. Wir müssen unseren Aufwand belohnen“, betont Haider, der auch kommende Saison für die Eulen spielt.

Aufgeben gibt es für den in einer Woche 22 Jahre alt werdenden Maximilian Haider nicht. Sieben Jahre hat der in München aufgewachsene ehemalige Jugend-Nationalspieler bei der SG Kronau-Östringen gespielt. Der Wechsel zu den Eulen mit Doppelspielrecht bei seinem alten Verein war der nächste Schritt in seiner Karriere. Als Kapitän der Junglöwen ging der abwehrstarke Spieler noch bis Februar in der Dritten Liga voran. Durch die Verletzung von Frederic Stüber waren seine Dienste wieder mehr bei den Eulen gefragt. „ Ich hätte nicht geglaubt, dass ich als junger Spieler so viele Anteile bekomme. Jetzt konzentriere ich mich voll und ganz auf den Abstiegskampf“, sagt Haider.

Vertrag bei den Ludwigshafenern hat der Master-Student für Internationales Sales Management bis zum 30. Juni 2019. Der gilt für die Bundes- und Zweite Liga. Dabei hat der 1,97 Meter große Modellathlet noch keine Gedanken an einen möglichen Abstieg verschwendet. Er denkt an die sechs Endspiele, in denen er das Bestmögliche zusammen mit seinen Mitspielern für die Eulen Ludwigshafen herausholen möchte.