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Das Pech holt Denni Djozic ein

Handball: Saison für Friesenheimer Linksaußen vorbei

Von Horst Konzok & Stefan Naumer

LUDWIGSHAFEN. Zweitligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim ist noch in der „Verlosung“, der Aufstieg ist in die Handball-Bundesliga ist noch möglich. „Wir haben es aber selbst nicht in der Hand“, sagt TSG-Trainer Ben Matschke mit Blick auf die Tabelle vor den letzten sechs Spielen. Vier davon sind Heimspiele ... Doch ausgerechnet jetzt schlägt das Verletzungspech wieder zu.

TuS N-Lübbecke (54:10 Punkte) kehrt auf Anhieb in die Bundesliga zurück. Die beiden anderen Aufstiegsplätze machen SG BBM Bietigheim (46:20), TV Hüttenberg (43:21), Rimpar Wölfe (42:22) und die TSG Friesenheim (41:23) untereinander aus.

Die TSG setzte zuletzt mit dem 33:26 (13:15) gegen die HSG Nordhorn-Lingen ein Ausrufezeichen. Für den Trainer ist dies das Resultat verbesserter personeller Voraussetzungen. „Seit einigen Wochen sind wir im Training nahezu komplett, können sechs gegen sechs spielen, das hatten wir monatelang nicht“, sagt Matschke, der die zweite Halbzeit gegen Nordhorn bei gerade drei Fehlwürfen „nahe an der Perfektion “ sah.

Am Freitag aber wurde die heile „Eulen“-Welt wieder eingetrübt: Denni Djozic, als Linksaußen und als Siebenmeterschütze eine perfekte Entlastung und Ergänzung zu Philipp Grimm, zog sich im Training einen Haarriss im Mittelfuß zu. Die Saison ist für den 25-Jährigen beendet. „Ohne Worte, unglaublich, ganz bitter, dass ich in dieser entscheidenden Phase nicht helfen kann“, sagte Djozic. Im Dezember letzten Jahres hatte der Pechvogel einen Anriss eines Syndesmose- und eines Außenbandes erlitten und hatte lange pausiert.

Dabei lief es zuletzt so gut für Djozic und die TSG. „Das war nahe am Optimum“, sagte Patrick Weber nach dem Erfolg gegen Nordhorn, berauscht von der grandiosen zweiten Hälfte. Weber, an diesem Tag lange auf der Bank, gab wieder den Ballermann, schoss sechs tolle Tore und wurde bei der Umstellung auf die 5:1-Deckung dank seiner Spannweite und Explosivität zu einer entscheidenden Figur. „Ich freue mich immer, wenn wir auf 5:1 umstellen“, verriet Weber.

Eine gute Rolle bei den „Eulen“ spielt Jan Remmlinger, den die TSG vom Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten ausgeliehen hat. Matschke würde den abwehrstarken Rückraumspieler gerne dauerhaft bei der TSG sehen. „Ich fühle mich absolut wohl hier. Die vertragliche Situation ist erstmal eindeutig, mein Vertrag ist in Balingen “ sagte Remmlinger.

Gut tat den „Eulen“ gegen Nordhorn das Comeback von Torhüter Kevin Klier. „Wir haben richtig Bock auf die nächsten Spiele“, sagte Klier. Im Umfeld macht er eine „positive Stimmung“ aus, spürt den großartigen „Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft“. „Jetzt ist es ganz wichtig, diesen Schwung mit nach Bad Schwartau zu nehmen“, sagt Klier mit Blick auf Samstag (19.30 Uhr). 2007 kam er – ebenso wie Grimm – zur TSG. Klier macht weiter, Grimm hört auf und mahnt, nicht wieder zu früh nach „oben zu schielen“: „Es tut uns gut, von Spiel zu Spiel zu denken.“