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Das Handicap im Reisegepäck

HANDBALL: Eulen morgen zu Gast in Leipzig – Alexander Felds Zukunft ist offen

Ludwigshafen. Das hatte was von einem Knockout in letzter Runde: Das 24:25 gegen TVB Stuttgart hat die Überzeugung der Eulen Ludwigshafen, sich ein weiteres Jahr Zugehörigkeit zur Handball-Bundesliga erarbeiten zu können, erschüttert. Morgen (12.30 Uhr) gastieren die Eulen beim SC DHfK Leipzig.

„Wir sind krasser Außenseiter“, bekennt Trainer Ben Matschke. Neben dem fintenreichen Rückraumspieler Jan Remmlinger und dem wuchtigen Kreisläufer Frederic Stüber, beide an der Hand operiert, droht mit dem am Ellenbogen lädierten Kai Dippe ein zweiter Kreisläufer auszufallen. So bliebe am Kreis nur Max Haider.

Das Hinspiel gewannen die Leipziger nach imposanter Vorstellung in der Eberthalle 35:21. Die Sachsen wurden interimsweise bis zum Jahresende von Co-Trainer André Haber geführt. Michael Biegler, der Nachfolger des zum Bundestrainer aufgestiegenen Christian Prokop, steht erst seit Jahresbeginn zur Verfügung, weil er die deutschen Frauen bei der Heim-WM coachte. Bieglers Einstand war wenig erfolgreich, alle vier Spiele gingen verloren. „Wir haben sehr viel investiert, das wurde nicht mit Punkten belohnt. Wir waren in Magdeburg die bessere Mannschaft, auch die Partie bei den Füchsen in Berlin war offen“, sagt Biegler. Er warnt seine Mannschaft, schon jetzt an das Pokalspiel am Dienstag bei den Rhein-Neckar-Löwen zu denken. Die „Eulen“ seien nicht ungefährlich, betont Biegler, der von 2000 bis 2002 Trainer in Friesenheim war. Er leistete sehr gute Arbeit!

„Grundsätzlich beschäftige ich mich sehr lange und intensiv mit unseren Spielen“, sagt Eulen-Regisseur Alexander Feld. „Wir hatten uns so viel vorgenommen“, sagt der Mittelmann und trauert der Chance nach, in der Tabelle Boden gutzumachen. „Natürlich fahren wir als klarer Außenseiter nach Leipzig“, weiß Feld. „Wenn man vorher sagt, wir verlieren dort ja sowieso, dann macht man schon den ersten Fehler“, erklärt der 24-Jährige und erinnert an starke Auftritte seiner Mannschaft in der Fremde, beispielsweise in Flensburg, wo am Ende eine Niederlage mit nur drei Toren Differenz stand. „Vielleicht schaffen wir es ja, die Mentalität, die uns in der Vorrunde stark machte, wieder an den Tag zu legen.“

Die Zukunft Felds ist offen. „Man hat mir mitgeteilt, das es mit dem reduzierten Etat in der Zweiten Liga nicht für mich reicht“, sagt Feld: „Ich würde gerne bleiben, ich fühle mich hier sehr wohl, habe viel Spielzeit und ein sehr gutes Verhältnis zum Trainer.“ Ende März will Geschäftsführer Marcus Endlich die Personalie Feld nochmals angehen. Der sondiert einstweilen den Markt, will mit ein, zwei Vereinen sprechen: „Das Gesamtpaket muss stimmen: Trainer, Mannschaft, Verein und Gehalt.“ |zkk