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- Mannheimer Morgen

Ludwigshafen verliert in Kiel nach starker erster Halbzeit mit 21:28

40 Minuten auf Augenhöhe

Kiel. Für die Eulen Ludwigshafen hat es gestern Abend in der Handball-Bundesliga die erwartete Niederlage beim THW Kiel gesetzt. Der Aufsteiger verkaufte sich eine Halbzeit sehr ordentlich, verlor dann aber doch klar mit 21:28 (12:13).

"Wir hatten einen klaren Plan, haben den in der ersten Halbzeit auch gut umgesetzt. Bis zur 40. Minute war das auch alles gut", sagte Eulen-Coach Benjamin Matschke: "Die Einwechslung von Andreas Wolff im Kieler Tor war dann der Knackpunkt. Danach haben wir das nicht mehr so gut gegen die starke 6-0-Defensive des THW gemacht. Aber ich bin dankbar für die Erfahrung und erwarte in den nächsten Spielen, dass wir weitere Schritte in unserer Entwicklung nach vorne machen."

Die Eulen, die ohne Jan Remmlinger und Denni Djozic antraten, legten vor 10 285 Zuschauern unbekümmert los. Patrick Weber erzielte nach 58 Sekunden das 1:0. Pascal Durak legte das 2:0 (3.) nach. In der Folge hielt der Aufsteiger weiter gut dagegen. Ludwigshafen führte in der Anfangsphase mit 5:3 (8.) und 8:6 (13.). Torhüter Kevin Klier stand in der ersten Halbzeit dem Kieler Keeper Niklas Landin ins nichts nach.

Doch der THW, bei dem vor Spielbeginn Thorsten Storm seinen Vertrag bis 2021 verlängerte und Viktor Szilagy ab 2018 neuer Sportlicher Leiter wird, glich aus. Niclas Ekberg, mit acht Treffern bester Offensivakteur der Zebras, erzielte das 8:8 (15.). In der Folge scheiterten die Eulen an Landin. Kiel stellte von 3-2-1 auf eine 6:0-Abwehr um und ging erstmals mit zwei Toren in Front - 11:9 (25.). Die Pfälzer fingen sich aber wieder. Zur Halbzeit lag der Außenseiter nur mit einem Treffer im Rückstand.

Chancenlos nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel fanden die Eulen gegen die neuformierte Defensive der Kieler aber kein Mittel. Der THW kam nun zu leichten Tempogegenstöße und baute die Führung auf 16:12 (37.) aus. Bei Kiel ersetzte Andreas Wolff im Tor Landin und fügte sich mit tollen Paraden gut ein. Die Eulen verzweifelten am THW-Schlussmann - und quittierten nun immer wieder Tempogegenstöße und leichte Gegentreffer. Wolff war fast unbezwingbar. Kiel zog auf 23:15 (47.) davon und sorgte damit für die Vorentscheidung.

Die Reise der Eulen in den Norden machte Oliver Heß schon nicht mehr mit. Der 29 Jahre alte Linkshänder hat seinen bis zum Saisonende datierten Vertrag aufgelöst. Wegen einer beruflichen Perspektive komme Profi-Handball für ihn nicht mehr in Frage.

Ludwigshafen: Klier, Peribonio (ab 54.) - Schmidt (6), Weber (2), Feld (3/2), Scholz (2), Dippe (1), Durak (1), Egelhof, Dietrich (1), Haider (3), Falk (2), Stüber. bol