Die Eulen Ludwigshafen

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Eulen Ludwigshafen hoffen auf Fortsetzung der Erfolgsbilanz

"Wir werden kämpfen bis zum Umfallen"

Foto: Axel Kretschmer

(jw) LUDWIGSHAFEN. Die Zeit zum durch schnaufen nach den beiden Siegen gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke und den TV 05/07 Hüttenberg haben die Eulen Ludwigshafen genutzt und sind jetzt für den finalen Endspurt in der DKB Handball-Bundesliga gerüstet. Bereits am kommenden Sonntag steht die letzte längere Reise bevor, wenn die Mannschaft von Trainer Ben Matschke bei TSV Hannover-Burgdorf (Anpfiff: 12:30 Uhr, TUI-Arena) antritt. Bis auf Maximilian Haider (Knie) sowie den beiden Torhütern Kevin Klier (Schulter) und Roko Peribonio (Muskelfaserriss) können die Eulen in Bestbesetzung antreten.

Während ein Teil der Bundesliga-Profis schon sehnsüchtig das Ende der Saison entgegenfiebert, freuen sich die Pfälzer einfach auf die nächsten vier Spiele. Nur eine Woche nach dem DHB-Pokalwochenende in Hamburg treffen die Eulen auf die Recken, die sensationell das Endspiel erreicht, aber sich den Rhein-Neckar Löwen geschlagen geben mussten. Keine leichte Aufgabe für die Jungs von Trainer Ben Matschke. "Wir wissen, wer uns gegenüber steht. Dennoch wollen wir so gut wie möglich uns in Hannover präsentieren", sagt Pascal Bührer. Der 22 Jahre alte Südbadener sieht die Mission der Mannschaft noch nicht beendet. "Wir müssen punkten, Hannover ist ein sehr starker Gegner, aber wir werden alles probieren, um vielleicht eine Überraschung zu landen", meint der Spielmacher. Der Weg zum Klassenerhalt ist der Plan. In den beiden "Alles oder Nichts-Spielen" gegen Nettelstedt und Hüttenberg hat die Mannschaft bewiesen, dass sie dem Druck stand hielt und nicht nur verdient vier Zähler verbuchen, sondern auch die Abstiegszone verlassen konnte. "Wir haben uns jetzt eine gute Ausgangsposition erarbeitet und haben es jetzt selbst in der Hand", meint Bührer. Der einstige Torschützenkönig der dritten Liga Staffel Süd hält nichts von den Überlegungen, ausschließlich auf die letzte Heimpartie gegen HC Erlangen zu setzen. "Das ist ein falscher Ansatz, denn wir wissen nicht, wozu Hüttenberg und Nettelstedt in den letzten vier Spielen in der Lage ist".

Die Stimmung im Team ist derzeit ausgezeichnet. Trotz den körperlichen Anstrengungen wird wieder mehr gelacht, man spürt die Leidenschaft und den Spaß aller Akteure im Training. "Die Jungs geben weiterhin viel Gas, sie wollen einfach", sagt Trainer Ben Matschke und lobt zugleich den Teamgeist. Diese Leidenschaft wollen sie auch beim Gastspiel bei den Recken unter Beweis stellen. "Wir werden versuchen auf jede Situation eine Antwort zu haben und hoffen unseren Plan umsetzen zu können", sagt Bührer. Nicht nur die beiden Siege haben nach seiner Ansicht zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. "Wir waren schon davor gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld der Liga auf Augenhöhe und durchaus konkurrenzfähig". Das möchten die Pfälzer auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt beweisen, wo sie sich auch auf ein Wiedersehen mit Evgeni Pevnov freuen. Ob der Ex-Friesenheimer gegen seine einstigen Kameraden mitwirken kann, ist ungewiss, nachdem er schon beim DHB-Pokal mit einer Daumenverletzung in den Dienst seiner Mannschaft stellte. Ausfallen werden bei den Recken dagegen Pavel Atman (Leiste) und Torge Johannson (Ferse).

Mit der Personalsituation der Gastgeber haben sich die Eulen nicht beschäftigt. "Wir haben uns in den letzten Tagen einfach gut auf unseren Gegner vorbereiten können, da spielt es keine Rolle, wer bei den Recken nicht dabei ist", sagt Bührer. Eines versprach der Student für Sport- und Bildungswissenschaften an der Universität Heidelberg: "Wir werden kämpfen bis zum Umfallen". Das befürchtet auch Recken-Trainer Carlos Ortega: „Das wird auch unter mentalen Gesichtspunkten eine interessante Aufgabe für uns. Wir werden keine Eingewöhnungszeit von den Eulen bekommen“.