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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Wenn der Bruder nach Rio fährt

(lh) Julian Weber, Bruder von Patrick Weber, der für die TSG Ludwigshafen-Friesenheim aufläuft, ist bester U23-Speerwerfer und hat sich für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert. Der Sportler des USC Mainz hat in 2016 gleich neunmal seine persönliche Bestweite übertroffen und sich damit vor allem gegen die starke nationale Konkurrenz durchgesetzt.

Dass der eine heute den Speer und der andere den Handball wirft, hat unterschiedliche Gründe. Angefangen haben beide, wie auch Schwester Vanessa, beim TV 1848 Bodenheim mit dem Handball spielen. Doch schnell wurde das große Talent der Familie Weber erkannt und die drei Geschwister betrieben parallel Leichtathletik. „Ich war und bin einfach zu sehr verliebt in Handball und schätze den Mannschaftssport“, schildert Patrick seine Beweggründe, weswegen er als erster der Leichtathletik den Rücken kehrte. Zwischenzeitlich hörte auch Julian verletzungsbedingt mit dem Speerwerfen auf. Dass er jetzt trotzdem seinen Traum von Olympia leben darf, hat der 21-Jährige auch seinem heutigen Trainer Stephan Kallenberg zu verdanken. Dieser hat ihn im Alter von 16 Jahren ungeplant mit zu einer Rheinlandpfalz-Meisterschaft genommen, die Julian glatt gewann. Seither und durch den sich einstellenden Erfolg hat Julian das Speerwerfen wieder forciert und final mit dem Handball aufgehört.

Dennoch ist der Mainzer kein seltener Gast in der Friedrich-Ebert-Halle und schaut dort auf den großen Bruder, der zugibt, körperlich mittlerweile das Nachsehen zu haben. „Natürlich unterstützen wir uns gegenseitig und gönnen uns den Erfolg. Ich bin unglaublich stolz, dass es Julian nach Rio geschafft hat und traue ihm dort alles zu“, blickt Patrick zuversichtlich auf den Vorkampf, welcher am 18. August um 1:30 Uhr deutscher Zeit stattfindet. Trotz der laufenden Vorbereitung lässt sich der Handballer das Ereignis gewiss nicht entgehen und überlegt, ob er nicht zusammen mit den Eulen ein kleines Public Viewing organisiert.

Fest steht, die Daumen sind auch in Ludwigshafen gedrückt und vielleicht dürfen die Eulen bald einen Medaillengewinner in ihrer Halle begrüßen.