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Recken ließen Eulen keine Chance

(jw) TSV Hannover-Burgdorf verhindert weiteren Punktgewinn der Eulen

Foto: Harry Reis

LUDWIGSHAFEN. Die Serie nach zuletzt vier Heimspielen ohne Niederlage ist gerissen. Gegen die Recken gab es diesmal für die Eulen nichts zu holen. Mit 21:17 (10:13) musste sich die Mannschaft von Trainer Ben Matschke vor 1953 Zuschauern gegen den Tabellenvierten TSV Hannover-Burgdorf geschlagen geben. Erfolgreichster Werfer für die Gastgeber war Kapitän Gunnar Dietrich mit fünf Toren. Für Hannover erzielte Casper Mortensen neun Treffer.

Am Ende schüttelten einige die Köpfe. Auch Ben Matschke war enttäuscht. Die Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen die Niedersachsen, die noch in den ersten sechs Spielen der Saison die Liga anführten, hat dem A-Lizenzinhaber gar nicht gefallen. Auch deswegen, weil seine Jungs nicht seinem Plan folgen konnten. In der Offensive lief gar nichts zusammen. Bereits nach 20 Minuten saßen Spielmacher Alexander Feld, Rückraumspieler Patrick Weber und der ebenfalls glücklose Pascal Durak auf der Bank. Auch Kevin Klier, der sonst zuverlässige Keeper bat um einen Personalwechsel. Für ihn kam Roko Peribonio.

Es zeichnete sich frühzeitig ab, dass die Recken mit ihrem neuen Trainer-Gespann Carlos Ortega und Iker Romero, bestens auf die Offensive der Eulen eingestellt waren. "Wir sind mit großen Respekt gekommen, wir standen auch unter Druck und wir hatten nach dem Punktverlust gegen Göppingen noch etwas gut zu machen", verriet der Ex-Friesenheimer Evgeni Pevnov. Der inzwischen 28 Jahre alte Kreisläufer war auch diesmal zusammen mit seinem Kollegen Ilja Brazovic der Unruheherd in der Eulen-Abwehr. Gegen die beiden körperlich schweren und hochgewachsenen Gegenspielern fanden Dietrich und Co. nur wenig Gegenwehr.

Der Mann der ersten Hälfte auf der linken Außenbahn war Casper Mortensen gegen den Pascal Durak keinen Zugriff fand. Sechs seiner neun Treffer erzielte der dänische Olympiasieger bereits in den ersten 30 Minuten und war neben Torhüter Martin Ziemer der herausragende Akteur der Recken. Dennoch ließen die Eulen trotz des Rückstandes die Köpfe nicht hängen. Sie bemühten sich um den Ausgleich, aber dieser wollte einfach nicht gelingen. "Immer wenn wir in der Nähe des Anschlusstreffers waren, passierten Dinge, die nicht passieren dürfen. Das ist das Ärgerliche", sprach Kapitän Dietrich, Klartext.

Auch Trainer Ben Matschke ließ keine Möglichkeit unversucht und stellte seine Mannschaft immer wieder neu auf die Spielweise der Recken ein. Es hat diesmal nicht viel gebracht. Mehr als auf zwei Tore kamen die Eulen nicht heran. Die vielen Fehler im Pass-Spiel, aber auch die schlechte Wurfquote verhinderte ein besseres Ergebnis. Der Mannschaft fehlte die Erfahrung und die Cleverness, um gegen solch eine Top-Mannschaft zu bestehen. So scheiterte auch Jonathan Scholz drei Mal frei vor Martin Ziemer. Hannover hatte da leichtes Spiel. Deren Abwehr stand wie ein Bollwerk vor ihrem Torwart, aber auch im Angriff gelangen ihnen die einfachen Tore. Nationalspieler Kai Häfner, der noch in ersten Hälfte etwas blass blieb, erzielte in dieser Phase fünf Tore. Da wurde zunehmend die Qualität des Kaders der Recken deutlich. "Die Mannschaft steht durch ihre Qualität zu Recht da oben. Ich habe immer gesagt, um ein achtbares Resultat zu erreichen, muss bei uns wirklich alles passen. Das war heute einfach nicht der Fall", meinte Trainer Ben Matschke. Der Pädagoge wollte sich auch nicht mehr allzu lange mit der verlorenen Partie beschäftigen. "Wir werden das Spiel sofort analysieren und uns nächste Woche gegen Wetzlar besser präsentieren. Das wird uns aber nur dann gelungen, wenn wir unsere Fehlerquote reduzieren“, ergänzte Matschke. Dabei hofft er, dass Linksaußen Denni Djozic wieder mit von der Partie sein kann.

Statistik

Die Eulen Ludwigshafen - TSV Hannover Burgdorf 21:27 (10:13)

Die Eulen Ludwigshafen: Klier (1/10), Peribonio (6/17) - Stüber (2), Egelhof, Dietrich (5), Scholz, Haider, Feld (3), Remmlinger (1), Falk, Durak (3/3), Bührer (3), Weber (2), Dippe (1), Schmidt (1).

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer (15/20), Semisch (0/1) - Johannsen (2), Mortensen (9/2), Patrail, Pevnov (2), Lehnhoff, Häfner (5), Böhm (1), Karason (1), Olsen (1), Brozovic (2), Diebel, Kalafut (1), Christophersen, Kastening (3).

Spielfilm: 3:6 (11), 7:9 (18.), 10:12 (25.), 10:13 (30.), 11:15 (34.), 14:16 (39.), 16:20 /44.), 17:22 (47.), 19:25 (54.), 21:27 (59.). - Siebenmeter: 4/3 (Durak scheitert an Ziemer) - 4/2 (Mortensen warf neben und über das Tor) - Zeitstrafen: 3:3 - Beste Spieler: Dietrich, Bührer - Ziemer, Mortensen, Häfner - Zuschauer: 1953 - Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach).