TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Porträt SG Leutershausen

(ste) Fünf Spiele stehen für die SG Leutershausen in der Saison 2016/2017 noch auf dem Programm. Fünf Spiele, in denen es um nicht weniger geht als den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga. Mit 28 Punkten belegen die „Roten Teufel von der Bergstraße“ den undankbaren siebzehnten Tabellenplatz, den ersten Platz unter der Abstiegslinie im Tableau. Und in dieser an sich schon heißen Saisonphase beschert der Spielplan nun das ewig junge Derby gegen die Eulen.

Gemessen an den Ergebnissen der letzten Wochen darf man auf ein äußerst spannendes Derby gespannt sein. Denn mit Ausnahme der letztwöchigen 17:33-Auswärtsniederlage beim Meister TuS N-Lübbecke hat die SG Leutershausen eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch mit den Großen der Liga mithalten kann. Gegen den Aufstiegsaspiranten TV 05/07 Hüttenberg und den Bundesligaabsteiger ThSV Eisenach gewannen die Bergsträßer ihre letzten beiden Heimspiele unerwartet deutlich mit 25:17 bzw. 26:19. Und bei der SG BBM Bietigheim setzte es den Treffer zur 24:25-Niederlage erst wenige Sekunden vor Spielende, wobei die SGL über weite Strecken des Spiels in Führung lag.

Die junge Mannschaft des Deutschen Meisters von 1968 hat also bewiesen, dass sie den Kampf um den Klassenerhalt angenommen hat und in den letzten Spielen der Saison alles dafür tun wird, um den direkten Wiederabstieg in die 3. Liga zu vermeiden. Dass die SGL überhaupt in Abstiegsnöte gekommen ist, ist einer Negativserie zu Beginn der Rückrunde geschuldet. Ging man mit 20:18 Punkten noch als Tabellenneunter in die Rückrunde, setzte es in den folgenden zehn Spielen acht Niederlagen, zum Teil gegen direkte Konkurrenten um den Klassenverbleib. Erst der besagte Erfolg gegen den TV 05/07 Hüttenberg konnte den Abwärtstrend etwas stoppen, wenngleich in der engen zweiten Tabellenhälfte der zweiten Bundesliga zwischenzeitlich neun Mannschaften an der SGL vorbei gezogen sind.

Nun liegt die Last des Klassenerhaltes unter anderem auf den Schultern der fünf Jugendnationalspieler Sascha Pfattheicher, Stefan Salger, Moritz Mangold, Philipp Bauer und Valentin Spohn. Letzterer ist mit 177 Treffern aus dem Feld erfolgreichster Werfer der Bergsträßer und wird in der nächsten Saison für die HBW Balingen-Weilstetten auflaufen, die sich aktuell im Abstiegskampf der DKB Handball-Bundesliga befindet. Doch auch Salger (157), Pfattheicher (80/1) und der ehemalige Friesenheimer und gebürtige Ludwigshafener Philipp Bauer (70) erwiesen sich im Rundenverlauf als äußerst treffsicher und werden im Gegensatz zu Spohn auch in der nächsten Saison das Trikot der „Roten Teufel“ tragen.

Neben Bauer sind im Kader der Leutershausener noch zwei weitere ehemalige Friesenheimer Spieler zu finden. Jonas Kupijai wechselte erst vor Saisonbeginn zum Drittliga-Aufsteiger, ebenso wie Niklas Ruß, der zwischen 2009 und 2011 das Trikot der Eulen trug und von der HBW Balingen-Weilstetten zurück an die Bergstraße wechselte. Weitere Säulen des Teams von Trainer Marc Nagel sind Spielmacher Christopher Räpple, Abwehrspezialist Matthias Conrad, die beiden Torhüter Moritz Mangold und Alexander Hübe sowie der erst während der Saison vom Juniorenteam der SG Flensburg-Handewitt verpflichtete Kreisläufer Marcel Möller.

In den 22 Jahren, in denen es nun mittlerweile zu einem Aufeinandertreffen zwischen den Eulen und der SG Leutershausen kommt, hat die 28. Auflage des Derbys wohl die größte Brisanz in der bisherigen gemeinsamen Geschichte. Während die Bergsträßer jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigen, können die Eulen mit einem Sieg weiter im Aufstiegsrennen mitmischen. Historisch gesehen kann es bei diesem Vergleich nur einen Sieger und einen Verlierer geben, denn noch nie endete dieses Derby mit einem Unentschieden. Dreizehn Mal gewannen die Eulen, 14 Mal die SGL, zuletzt im Hinspiel mit 28:27. Der Ausgang des Derbys könnte für beide Teams richtungsweisend für die Entwicklung in den kommenden Jahren sein. Brisanter geht es wohl kaum.


Der Verein
Halle:
Heinrich-Beck-Halle, Hölderlinstraße 24, 69463 Hirschberg – 1.200 Plätze

Größte Erfolge:
Deutscher Meister 1968, Deutscher Vizemeister 1966, 1969, 1992

Internet:
www.sg-leutershausen.de

Transfers
Gekommen:
Niklas Ruß (HBW Balingen-Weilstetten), Jonas Kupijai (TSG Ludwigshafen-Friesenheim), Alexander Kubitschek (HG Oftersheim/Schwetzingen), Thomas Zahn (TV Germania Großsachsen), Marcel Möller (SG Flensburg-Handewitt 2)

Gegangen:
Jochen Geppert (SG Nußloch), Rico Wilde (TSG Haßloch), Thomas Ratzel (Karriereende), Mattis Pestinger (Ziel unbekannt)

Der Trainer
Marc Nagel (geb. 22.02.1970), seit 2013 Trainer der SG Leutershausen