TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - 2. Handball-Bundesliga

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Porträt HSG Konstanz

(ste) Zwölf Jahre lang mussten sich die Fans der HSG Konstanz gedulden. Doch seit Beginn dieser Saison dürfen sie ihre Mannschaft wieder in der 2. Bundesliga unterstützen. Der Aufsteiger aus der 3. Liga Süd gehörte bereits zwischen 2001 und 2004 der damals noch zweigeteilten zweithöchsten deutschen Spielklasse an und konnte in diesen Jahren zwei Mal den elften Platz erreichen, ehe als Tabellensechszehnter der Abstieg in die Regionalliga folgte. Bereits damals hieß der Trainer der HSG Daniel Eblen, der als Konstanzer Urgestein nicht nur alle Jugendmannschaften durchlief, sondern auch als Spieler der ersten Mannschaft noch in der 2. Bundesliga Süd auf Torjagd ging. Eine Knieverletzung zwang Eblen, Sohn des HSG-Präsidenten Otto Eblen, zum Karriereende, bevor er zunächst als Co-Trainer seine Trainerkarriere begann.

Die Kontinuität auf der Kommandobrücke möchte die HSG auch innerhalb der Mannschaft soweit wie möglich erhalten. So wurde der Kader zwar vor Saisonbeginn auf sechs Positionen verstärkt, doch der Stamm des vorjährigen Meisterteams konnte gehalten werden. Somit verfügt HSG-Trainer Eblen eine eingespielte Mannschaft, die vornehmlich aus jungen Talenten aus der südbadischen Region zusammengestellt wurde. Durch die Kooperationen mit der Universität Konstanz und der Fachhochschule Konstanz können den jungen Handballern auch neben dem Platz Perspektiven aufgezeigt werden, die ebenso rege angenommen werden. So studieren 19 Spieler aus dem aktuellen Kader an den beiden Konstanzer Hochschulen.

Die Jugendarbeit und Talentförderung ist ein wesentliches Ziel der Vereinsarbeit der HSG Konstanz. Junge Spieler, die kurz vor dem Sprung in die erste Mannschaft stehen, können in der Oberliga Baden-Württemberg bei der zweiten Mannschaft der HSG ihr Können unter Beweis stellen oder, soweit spielberechtigt, sich auch in der A-Jugend-Bundesliga auf Top-Niveau weiterentwickeln.

Träger der Handballspielgemeinschaft Konstanz ist seit dem 1. Juli 2015 der TV Konstanz. Zuvor war der HC DJK Konstanz der zweite Verein der HSG, die als solche im Jahr 1980 gegründet wurde. Ziel war es damals, die Kräfte im Konstanzer Leistungs-, aber auch im Breitensport zu bündeln und eine qualifizierte Nachwuchsarbeit zu etablieren. Sportlich sollte der Weg der HSG letztendlich aus der Oberliga bis in die 2. Bundesliga führen. Nach mehreren Anläufen gelang zunächst der dauerhafte Verbleib in der Regionalliga, ehe Anfang des Jahrtausends der Aufstieg in die Zweitklassigkeit gelang. Waren die ersten beiden Jahre mit den elften Plätzen noch durchaus erfolgreich, sollte im dritten Jahr, trotz angepeilter 36 bis 40 Punkte, der Klassenerhalt nicht gelingen. 18 Punkte bedeuteten Platz 16 in der Endabrechnung und damit die Rückkehr in die drittklassige Regionalliga. Just in der Abstiegssaison wurde mit der 1900 Zuschauer fassenden Schänzle Sporthalle die neue Heimat der HSG eröffnet. Zwar konnte die Neueröffnung den Abstieg nicht mehr verhindern, doch seit ihrer Eröffnung gehört die Schänzle Sporthalle zu den stimmungsvollsten Hallen in Süddeutschland. Mit regelmäßig über 1000 Zuschauern pro Heimspiel gelang der HSG auch in der vergangenen Saison die Rückkehr in die nun eingleisige zweite Bundesliga, in der kein Team südlicher seine Heimspiele austrägt.

Damit die HSG nun auch langfristig in der zweithöchsten deutschen Spielklasse verbleiben kann, unterstützt auch die Stadt Konstanz die HSG mit einem Sonderzuschuss von 117.000 Euro pro Saison für insgesamt drei Jahre. Ein wohl einmaliges direktes Engagement einer Stadt im deutschen Profihandball, das der HSG gegenüber der Konkurrenz aus dem Tabellenkeller wohl einen entscheidenden Vorteil bescheren könnte.

In der Tabelle befinden sich die Konstanzer im engen Tabellenmittelfeld, bei dem der Abstand zu den Abstiegsplätzen nur wenige Punkte beträgt. Der Klassenerhalt ist demnach noch nicht gesichert, wobei in den verbleibenden Spielen noch die Duelle gegen Hamm, Dessau-Roßlau, Leutershausen und Neuhausen anstehen, allesamt mittendrin in der engen zweiten Tabellenhälfte.


Der Verein
Halle:
Schänzle Sporthalle, Winterersteig 23, 78462 Konstanz – 1.900 Plätze

Größte Erfolge:
Regionalliga Meister 2000, Süddeutscher Meister / Aufstieg 2. Bundesliga 2001, 2016

Internet:
www.hsgkonstanz.de

Transfers
Gekommen:
Sebastian Bösing (TSG Haßloch), Felix Gäßler (SG Köndringen-Teningen), Chris Berchtenbreiter (SG Köndringen-Teningen), Gregor Thomann (HBW Balingen-Weilstetten), Samuel Wendel (Alpla HC Hard/AUT), Patrick Glatt (HSC Kreuzlingen/SUI)

Gegangen:
Kai Mittendorf (berufsbedingte Pause), Lukas Beck (berufsbedingte Pause), Luis Weber (SG Köndringen-Teningen), Luis Pfliehinger (BSV Phönix Sinzheim)

Der Trainer
Daniel Eblen (geb. 19.09.1974), seit 2004 Trainer der HSG Konstanz