TSG Ludwigshafen-Friesenheim - Die Eulen - DKB Handball-Bundesliga

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Oli Heß: „Wir haben keine Lust, dass die Saison auströdelt“

Zwei Punkte? Oli Heß: "Wir wollen zeigen, dass wir in Ferndorf gewinnen können." (Foto: wolf-sportfoto)

Noch ist die zweite Handball-Bundesliga nicht auf der Zielgerade, nahe dran ist aber schon. Und für wenige Klubs geht es jetzt schon sportlich um alles, wenn sie auch in der kommenden Runde in dieser Klasse spielen wollen. Während Rostock bereits dem Abstieg geweiht ist, versuchen Neuhausen und Ferndorf alles, der Nichtversetzung zu entgehen. Neuhausen bleiben noch sieben Spiele, und sollte der Ex-Erstligist maximal punkten, was angesichts des Restprogramms unwahrscheinlich ist, kämen die Ermstäler auf 32 Zähler. Drei Punkte mehr als der TVN hat der TuS Ferndorf aktuell auf seinem Konto. Auch die Truppe von Michael Lerscht müsste schon eine perfekte Serie hinlegen, um die Klasse zu halten. Ob das gelingt? Nächster Gegner des TuS, der in der letzten Saison sensationell in der Liga blieb, ist die TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Am Sonntag, 23. April 2017, erfolgt der Anwurf in der Sporthalle Kreuztal um 16:30 Uhr.

„Konstanz war ein unangenehmer Gegner“, bekannte Philipp Grimm. Der Kapitän der Eulen war an der letzten Szene beteiligt, die dem Gast am vergangenen Sonntag die Möglichkeit gegeben hatte, womöglich noch den Ausgleich zu erzielen. Der Wurf wurde geblockt und eins war danach klar – die Pfälzer hatten mit dem 29:28 den zehnten Heimsieg perfekt gemacht. „Wir waren klar die bessere Mannschaft, doch vorne zu schludrig“, analysierte der 32-jährige Rechtshänder. „Dadurch haben wir viele 1.-Welle-Tore kassiert, die kriegst du dann in einem solchen Fall.“ Oli Heß merkte an, dass die Begegnung gegen den Neuling „vom Kopf her eine schwere Partie war. Für uns war es wichtig, an diesem Doppelspieltag das Heimspiel gewonnen zu haben, auch wenn es ein Arbeitssieg war.“ Das Resümee von Co-Trainer Frank Müller: „Unter dem waren die Punkte wichtig und die haben wir. Für die Jungs war dieses Spiel ein Lernprozess.“

Die drittletzte Reise führt die Matschke-Combo ins westfälische Kreuztal. Dort treffen sie auf zwei alte Bekannte – auf Hilmar Gudmundsson, den Torwarttrainer des TuS, der in den Spielen in Rostock und in Essen die akute Torhüterproblematik der TSG entschärfte, und auf Marius Kastening, der im Januar 2016 zur TSG gekommen war, nachdem sich wenige Wochen zuvor Pascal Kirchenbauer bei einem DHB-Lehrgang ein Kreuzbandriss zugezogen hatte. Und für die Rothemden eine starke Halbserie spielte. Unvergessen ist auch eine Parade von Marius Kastening in der Partie gegen Nordhorn-Lingen, als Lutz Heiny den Kürzeren zog. Wer erinnert sich nicht gerne daran?

Nach der gestrigen 22:34-Niederlage des TuS bei der HG Saarlouis bezeichnet Marius Kastening „die sportliche Situation als nicht so hervorragend.“ Und stellt fest: „Uns läuft die Zeit davon.“ Der Mittelmann fasst den bisherigen Saisonverlauf von Ferndorf zusammen: „Eine Konstante ist schwierig zu finden.“ Aber die Flinte wird nicht vorzeitig ins Korn geworfen: „Wir werden alles geben, und ich hoffe, dass die Punkte in Ferndorf bleiben.“

Die bisherigen drei Spielen sind für die Eulen nicht gut verlaufen, neben zwei Niederlagen ging eine Punkteteilung in die Statistik ein. „Es ist ein komplett neues Spiel“, sagt Philipp Grimm. „Ferndorf hat eine gute Mannschaft, die uns nicht liegt. Deshalb müssen wir top fokussiert und top motiviert sein, dann haben wir auch eine Chance. Wir gehen ausgeruht in diese Partie, das ist ein Vorteil. Sehr positiv ist, dass wir mit einem 15-Mann-Kader zu einem Auswärtsspiel fahren, das kam in dieser Runde nicht so oft vor.“ Oli Heß macht klar: „Wir haben keine Lust, dass die Saison auströdelt.“ Und der Linkshänder weiß: “Für Ferndorf geht es um alles oder nichts, das macht sie auch gefährlich.“ Dennoch, im vierten Anlauf soll alles anders werden: „Wir sind gewarnt und wollen zeigen, dass wir auch in Ferndorf gewinnen können. Dabei wird es unsere Aufgabe sein, eine aggressive Abwehr hinzustellen, die den TuS zu technischen Fehlern zwingt und wir dann zu Gegenstößen und einfachen Toren kommen. Außerdem wird das Tempospiel wichtig sein, wir werden 60 Minuten Gas geben.“