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Kleinigkeiten werden über Sieg oder Niederlage entscheiden

(jw) Die Eulen Ludwigshafen reisen mit Selbstvertrauen zum Mitaufsteiger TV 05/07 Hüttenberg

Foto: Harry Reis

HÜTTENBERG. Die Defizite aus der letzten Partie gegen GWD Minden sind analysiert und abgearbeitet. Der Blick geht jetzt wieder nach vorn. Mit viel Selbstvertrauen aus den letzten Partien gegen den VfL Gummersbach und GWD Minden, wo die Mannschaft von Trainer Ben Matschke drei der bisher fünf Zähler holen konnte, reisen die Eulen Ludwigshafen zum Mit-Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg. Dabei kann Trainer Ben Matschke voraussichtlich auf den kompletten Kader zurückgreifen, da Oliver Hess inzwischen nach seiner Verletzung wieder zur Mannschaft zurückgekehrt ist. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Flügelflitzer Denni Djozic. Die Partie in der vollbesetzten Sporthalle Gießen-Ost (Donnerstag, 19 Uhr) leiten die beiden Unparteiischen Martin Thöne und Mario Zupanovic aus Berlin.

"Beide Mannschaften kennen sich bestens aus der Zweiten Liga. Auch verfolgen beide Vereine ein ähnliches Konzept. Es werden Kleinigkeiten sein, die den Unterschied ausmachen werden", sagt Trainer Ben Matschke. Die letzten Partien auf auswärtigem Parkett machen Mut, erstmals auch in der Fremde zu punkten. "Wir haben uns intensiv vorbereitet, wir werden alles tun, was in unserer Macht liegt und dann wird man sehen, zu was es am Ende reichen wird.“

Dabei hat der 35 Jahre alte Pädagoge diesmal auch im rechten Rückraum mehr personelle Alternativen. David Schmidt, der erfahrene Linkshänder, gab nach sechs Wochen Verletzungspause gegen Minden sein Saisondebüt in der höchsten Spielklasse und überraschte zugleich. Der 23 Jahre alte Student warf drei wichtige Tore und hielt damit in der Schlussphase die Partie offen. Der Co-Kapitän strahlte nicht nur auf dem Spielfeld Ruhe aus, er übernahm mit seiner Art Verantwortung und setzte zusätzliche Impulse. Der Masterstudent scheute keinen Zweikampf und rackerte ebenso im Abwehrverbund. Dabei war er trotz seiner Verletzung bei allen Spielen sehr nahe an der Mannschaft. Schmidt reiste zu allen Partien mit und saß als Betreuer mit auf der Bank. Ein Vorbild, das sich zu 100 Prozent mit dem Verein und der Mannschaft identifiziert. Auch vor der Partie gegen Hüttenberg engagierte Schmidt sich für den Nachwuchs, in dem er einige Übungseinheiten beim Eulen-Camp übernahm.

"Es war richtig, lieber eine Woche länger als geplant zu warten, um dann wieder einzugreifen. Jetzt fühle ich mich fit und hoffe, der Mannschaft helfen zu können", sagt Schmidt. "Es wird sicherlich in der hitzigen Atmosphäre ein sehr enges Spiel. Unser Ziel muss es einfach sein, von der ersten bis zur letzten Sekunde den Plan von Ben Matschke zu verfolgen", meint Schmidt. Keine leichte Aufgabe gegen die Drei-Zwei-Eins-Deckung der Gastgeber, aber der Linkshänder ist zuversichtlich, dass die Mannschaft wieder einmal alles geben wird. "Wir haben das schon öfters auswärts bewiesen." Der frühere Juniorennationalspieler weiß, dass diesmal wieder Kleinigkeiten entscheidend sein werden. Neben einer erneut starken Abwehrleistung mit einem überragenden Torwart, wird es auch darauf ankommen, welche Mannschaft diesmal weniger Fehler im Spielaufbau machen wird. Auch das Rückzugsverhalten könnte am Ende ein Faktor über Sieg und Niederlage sein. "Es wird spannend werden", glaubt Trainer Matschke. In der vergangenen Spielzeit trennten sich beide Mannschaften in Hüttenberg 26:26.

Die Mittelhessen haben zuletzt ebenfalls überrascht. Nach der erwarteten Auftakt-Niederlage beim SC Magdeburg musste sich die Mannschaft des isländischen Trainers Adalstein Eyjolfsson beim SC DHfK Leipzig sowie vor eigenem Publikum gegen die MT Melsungen nur mit ein Tor Unterschied geschlagen geben. Dafür gelangen dem Aufsteiger mit dem Remis bei der HSG Wetzlar, beim HC Erlangen und vor eigener Kulisse gegen Frisch Auf! Göppingen zumindest die ersten Zählern in der höchsten Spielklasse. So warten die Hessen derzeit noch auf den ersten doppelten Punktgewinn. Dass sich die Mannschaft keinesfalls verstecken muss, das bewies sie auch am vergangenen Donnerstag. Beim deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen führte Hüttenberg in der ersten Hälfte, musste aber am Ende die höchste Saisonniederlage einzustecken. Jetzt aber brennt der TV 05/07 Hüttenberg auf den ersten Sieg.