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Ex-Weltmeister sorgten für glückliches Ende

(jw) Die Eulen Ludwigshafen verlieren unglücklich mit 22:25 in Stuttgart

Foto: Harry Reis

Stuttgart. Das hätte nicht sein müssen: Wieder einmal machten Kleinigkeiten in der Schlussphase den Unterschied aus. Deshalb traten die Eulen Ludwigshafen abermals mit leeren Händen die Heimreise an. Die Mannschaft von Trainer Ben Matschke verlor mit 22:25 (12:13) in der mit 2251 Zuschauern ausverkauften Scharrena beim TVB Stuttgart. Erfolgreichster Torschützen waren Kapitän Gunnar Dietrich, Denni Djozic und Pascal Durak mit jeweils vier Treffern.

Mit hängenden Köpfen verließen die Eulen die Spielfläche. Dagegen große Freude bei den Schwaben, die im vierten Spiel ihren zweiten Sieg feiern durften und sich damit Luft von der unteren Tabellenregion verschaffen konnten. Die Pfälzer müssen sich keinesfalls verstecken, denn sie begegneten über weite Strecken der Mannschaft von Trainer Markus Baur auf Augenhöhe. Das war schon in Magdeburg und in Berlin so, doch auch dort brachten sich die Eulen ebenfalls in der Schlussphase um ein besseres Ergebnis.

Am Sonntag war in Stuttgart mehr drin gewesen. Zehn Minuten vor dem Ende führte der Aufsteiger mit 18:16. Die ersten Punkte in der Fremde waren zum Greifen nahe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Schwaben ließen sich ebenso wenig wie die Matschke-Sieben aus dem Konzept bringen. Dabei hätten die Eulen deutlich mehr aus der Schwächephase der Schwaben machen müssen. Nach der Führung der Eulen traf der sonst so sichere Schütze Bobby Schagen und hielt seine Mannschaft im Rennen um die Punkte. In dieser Phase rückten zwei Routiniers in den Mittelpunkt, deren Glanzzeiten eigentlich längstens vorbei sind. Die beiden Weltmeister von 2007, Torwart Johannes Bitter und Spielmacher Michael Kraus, bestachen mit ihrer Erfahrung. Dabei hatte Trainer Baur sein einstigen Mitspieler "Mimi" Kraus schon auf die Bank verbannt. "Ich habe dem Trainer versprochen, ich mache es besser". Das waren keine leeren Worte. Kraus ließ dann Taten folgen. Er erzielte fünf Tore, drei davon in den letzten zehn Minuten - die Treffer zum 21:19, 22:20 und 23:20. "Ludwigshafen stand sehr diszipliniert. Es ist nicht angenehm, gegen Ludwigshafen zu spielen", meinte Kraus. Zu gleichem Zeitpunkt lief auch "Jogi" Bitter zur Höchstform auf. Dabei profitierten die Hausherren auch von den Zeitstrafen gegen die Eulen. Gunnar Dietrich, der solide Arbeiter im Abwehrzentrum, musste in der 51. und in der 54. Minute vom Spielfeld und sah dafür auch noch die Rote Karte. Auch Routinier Alexander Feld durfte da auch mal für zwei Minuten zusehen. Das schwächte nicht nur die Mannschaft, sondern sie verlor zunehmend ihren Faden. Mittelmann Jan Remmlinger schimpfte: ,,Das war unsere eigene Dummheit“.

„Es war ein verdienter Sieg des TVB aufgrund der Cleverness. Da waren sie einen Tick besser“, analysierte Eulen-Trainer Ben Matschke. Dabei lobte er die zugleich die Eulen-Abwehr, die zwischen der 30. und 50. Minute nur sieben Würfe zuließ. „Doch dann brachten die Schiedsrichter Konfusion ins Spiel. Die drei Zeitstrafen in den letzten zehn Minuten konnten wir nicht mehr kompensieren“, haderte Matschke mit den Unparteiischen. Mit seiner Meinung stand er am Ende nicht alleine da. "Das war heute kein Handball-Leckerbissen. Es gab viele Fehler auf allen Seiten. Die Konfusion war mit das Hauptproblem", meinte Baur.