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Die Eulen wollen Wild Boys zähmen

(jw) Ludwigshafen will nach Lemgo-Sieg den Schwung in Stuttgart mitnehmen

Foto: Harry Reis

LUDWIGSHAFEN. Der erste Sieg vor heimischer Kulisse ist abgehakt. Die Konzentration der Eulen Ludwigshafen gilt nun der Partie beim TVB 1898 Stuttgart (Sonntag, 12.30 Uhr, SCHARRENA). Hinter dem Einsatz von Linkshänder Oliver Heß (Rückenprobleme) steht noch ein Fragezeichen, nachdem er noch nicht alle Trainingseinheiten absolvieren konnte.

Die Freude über den ersten Sieg war schon am vergangenen Montag vorüber. „Wir haben uns das Spiel nochmals angesehen und es analysiert. Jetzt schauen wir nur noch auf Stuttgart", sagt Trainer Ben Matschke. Der Matchplan steht: Die Rollen sind demnach klar verteilt. Der TVB Stuttgart als Gastgeber und mit einem 29:27-Sieg gegen die MT Melsungen gestartet, ist Favorit. „Sie haben erklärt, dass alle Heimspiele gegen die Aufsteiger gewonnen werden müssen", sagt Matschke: „Wir sind Aufsteiger, wir versuchen auch auswärts etwas mitzunehmen. Es ist ein Bonusspiel."

Matschke hat klare Vorstellungen, wie seine Spieler in Stuttgart aufzutreten haben. „Unser Ziel muss es sein, in den Abwehrreihen noch konstanter zu werden, diese Leistung immer wieder abzurufen und zu bestätigen", betont er: „Wenn wir in Stuttgart was erreichen wollen, dann muss aber alles passen. Vom Torwart über das Abwehr- bis hin zum Rückzugsverhalten." Stuttgart plagen derzeit Verletzungssorgen. Marian Orlowski und Dominik Weiß fallen neben den Langzeitverletzten Djibril M´Bengue und Felix Lobedank beim TVB aus. Hinter dem Einsatz von Michael Kraus steht noch ein Fragezeichen. Dennoch sieht Matschke noch genügend Klasse und Erfahrung im Kader der Schwaben.

Mit diesen Personalien beschäftigt sich der Eulen-Trainer nicht. „Wir schauen in erster Linie auf uns." Die Weiterentwicklung von Spieltag zu Spieltag, das ist die Devise des engagierten A-Lizenz-Trainers. „Daran arbeiten wir täglich", versichert er. Dazu gehöre auch, die jungen Spieler an das Niveau der Bundesliga heranzuführen. Einer, der diese Chance derzeit nutzt, ist Robin Egelhof. Der 19 Jahre alte Linkshänder aus Stelzenberg in der Westpfalz kommt immer besser in Tritt. Das ist erstaunlich, denn der Junioren-Nationalspieler war nach seiner schweren Schulteroperation sieben Monate außer Gefecht. „Ich dachte, ich wachse von Schritt zu Schritt heran. Ich habe keine Schmerzen mehr und ich freue mich jetzt über jede Spielminute", zeigte sich Egelhof überrascht über das Vertrauen des Trainers. Bereits in Magdeburg feierte er seine Bundesliga-Premiere mit drei Toren. Auch in Berlin traf er dreimal. Ein Rohdiamant, der erst am Anfang seiner Karriere steht, der aber willig und fleißig täglich an sich arbeitet. „Ich profitiere auch davon, dass David und Oli derzeit nicht dabei sind", weiß Egelhof. Er hofft aber auf die baldige Rückkehr der erfahreneren Mitspieler. In Stuttgart will er seine Fehlerquote, über die er sich immer wieder ärgert, weiter reduzieren. „Wir sind in Stuttgart klarer Außenseiter. Wir werden versuchen, uns so lange und heftig wie möglich zu wehren. Vielleicht gelingt uns dann etwas", meinte der Student für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Sport und Biologie an der Universität Landau.