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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

„Wir werden unsere Chance suchen“

Einer von fünf Verbliebenen: Andrej Kogut war 2010 dabei beim 27:23-Erfolg in Wetzlar. - Foto: Reis

(gek) „Alle haben am Kräftelimit gespielt“, erläuterte Philipp Grimm und gesteht: „Die Akkus sind massiv leer.“ Der Kapitän der TSG Ludwigshafen-Friesenheim war mächtig stolz auf das am vergangenen Mittwoch Geleistete, was auch Torwart Kevin Klier unterstreicht: „Der HSV ist im deutschen Handball eine Institution. Das war schon sehr außergewöhnlich, was wir geleistet haben. Wir haben am oberen Limit gespielt, Grenzen erreicht und gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind.“

Die Schützlinge von Thomas König sorgten mit dem 30:23-Sieg über die Hamburger für eine Sensation. Es war vor allem die Art und Weise, wie die Rothemden aufgetreten waren und den Hanseaten nicht einmal den Hauch einer Siegchance ließen. Die Eulen trumpften von der ersten Sekunde an auf, agierten in der Defensive bärenstark und hatten mit Kevin Klier einen Mann zwischen den Pfosten, der die HSV-Angreifer mit seinen phantastischen Paraden zur Verzweiflung brachte. Und weil auch im Angriff äußerst effektiv abgeschlossen wurde und die Fehlerquote gering gehalten wurde, jubelten die Hausherren über einen Zweier, den man sich im Vorfeld so sehr gewünscht hatte, aber nicht unbedingt zu erwarten war. „Der Glaube, gegen Hamburg gewinnen zu können, war das wichtigste“, streicht Philipp Grimm heraus. „Wir sind überglücklich, denn das sind Punkte, mit denen man nicht gerechnet hat“, beschreibt Kevin Klier den TSG-Gemütszustand.

Wie das gesamte Team: Bogdan Criciotoiu glänzte gegen Hamburg auf der ganzen Linie. - Foto: Reis

Der Aufsteiger hat dank einer maximalen Leistung einen Großen des deutschen Handballs geschlagen. Das ist brillant und bescherte der König-Auswahl zum zweiten Mal in dieser Saison einen Nichtabstiegsplatz. Jeder auf TSG-Seite betont, dass, soll die Klasse erhalten werden, auch die eine oder andere Überraschung nötig ist. Die ist gegen den HSV eindrucksvoll gelungen und bestätigte auf bemerkenswerte Art und Weise die auch zuvor gegen Flensburg, Lemgo und Kiel gezeigten Leistungen. Stellt sich nun die Frage: Wie groß ist der Kräfteverschleiss?

Die englische Woche geht für die Pfälzer mit der Partie bei der HSG Wetzlar zu Ende, Anwurf ist in der Rittal Arena am Samstag, 07. März 2015, um 19 Uhr. Die Truppe von Kai Wandschneider ist aktuell auf Rang zehn notiert und hat im neuen Jahr aus drei Spielen zwei Punkte eingefahren. Die Mittelhessen besiegten den HSV nach dem 31:28-Erfolg in Hamburg auch in der zweiten Auflage, dieses Mal mit 32:25. Die beiden folgenden Vergleiche gegen Melsungen und in Lübbecke gingen indes knapp verloren. In Wetzlar feierten die Eulen im Übrigen ihren ersten Sieg in der Bundesliga. Ein 27:23 ging in die Statistik ein, das war Anfang Oktober 2010.

„In dieser Partie sind wir wieder klarer Außenseiter“, beschreibt Kevin Klier die Ausgangslage, der mit seinen Mitstreitern im Hinspiel mit 23:29 unterlag „Wenn wir punkten, wäre das eine super Sache. Wir werden unsere Chance suchen.“ Für Philipp Grimm gilt, dass „wir in Wetzlar ohne Angst auftreten. Jeder hat zur Zeit richtig Bock, und es wäre einfach klasse, wenn wir noch einmal für eine Überraschung sorgen könnten.“