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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

„Wir müssen wieder unsere Leistung abrufen“

Können Nico Büdel und seine Mitstreiter für die nächste Überraschung sorgen? - Foto: Reis

(gek) „Friesenheim hat unseren schlechten Tag gut genutzt“, resümierte Tim Remer, N-Lübbeckes Niederländer, das 24:26 des TuS am letzten Wochenende gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim im Fernsehen (Quelle: TwoTypes 2015.). Und entschuldigte sich vor laufender Kamera für seine schlechte Darbietung. Dass er und seine Mitstreiter mächtig an dieser Niederlage zu knabbern haben, haben sie der starken Leistung der Pfälzer zu verdanken. Denn was der Bundesliganeuling aufs Hallenparkett der Lübbecker Kreissporthalle brachte, fand TSG-Kapitän Philipp Grimm „einfach überragend“. Überragend war insbesondere die Abwehr, die dem TuS-Angriff beeindruckend zusetzte, ihn zu Fehlern oder schlecht vorbereiteten Würfen zwang. Und im Tor glänzte Kevin Klier ein ums andere Mal. Im Angriff behielten Andrej Kogut & Co Ruhe, Übersicht und Disziplin, was am Ende in den neunten Saisonsieg mündete. Thomas König fand dies „ein tolles Ding“. „Unser Kollektiv funktioniert und jeder hat das Ziel, drin zu bleiben“, sagte Marco Hauk keine acht Stunden nach der Rückkehr aus Lübbecke. Wenn das mal keine Ansage ist.

Das letzte Heimspiel der Rothemden war ein absolutes Highlight in der Bundesligageschichte der Eulen. Der HSV Handball war an den Rhein gekommen, wurde von einem phantastisch kämpfenden TSG-Ensemble regelrecht entzaubert und mit einer 23:30-Niederlage an die Elbe zurückgeschickt. „Das hätte ich nicht für möglich gehalten“, bekannte Co-Trainer Frank Eckhardt. „Das Team des HSV habe ich nicht dazu gezählt, es schlagen zu können. Dass ich das erlebe.“ Das 30:23 war zugleich der bis dato höchste Saisonsieg des Neulings, was Philipp Grimm ins Schwärmen brachte: „Das muss man sich vor Augen führen, gegen welche Truppe wir da gewonnen haben. Wir hatten den Glauben, dieses Spiel gewinnen zu können, und dann spielt jeder auf einem sehr hohen Niveau. Das ist der Hammer.“

Fraglich ist noch der Einsatz von Bogdan Criciotoiu. - Foto: Reis

Der Vorjahressechste MT Melsungen stellt sich nun am Samstag, 28. März 2015, als fünftletzter Gast in der Friedrich-Ebert-Halle vor, Anwurf ist um 19 Uhr. Die Auswahl von Michael Roth hatte am vergangenen Mittwoch gegen die Füchse Berlin ein Nachbarschaftsduell zu bestreiten und setzte sich beim 31:24-Sieg souverän durch. Ein Wermutstropfen – Spielmacher Patrik Fahlgren verletzte sich in dieser Partie am Knie und wird wohl für den Rest dieser Runde ausfallen. Die Mittelhessen sind nach ihrem 14. Sieg mit nun 31:23 Zählern auf Rang sechs notiert und haben, wie im Vorjahr, erneut die Möglichkeit, am Ende einen Platz zu ergattern, der sie für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert.

Michael Allendorf und seine Kollegen überzeugten bisher in den Spielen auf der europäischen Handballbühne und haben die Gruppe D dominiert. Im Viertelfinale treffen sie nun, wie die Auslosung am vergangenen Dienstag ergab, auf den dänischen Erstligisten Skjern Handbold. Das Ziel der Roth-Fraktion ist klar– das FinalFour in Berlin Mitte Mai 2015.

Klar ist zudem, dass die MT Melsungen als großer Favorit in diesen Vergleich bei den Eulen geht. Erik Schmidt: „Das ist eine Topmannschaft der Liga und ein anderes Kaliber.“ Die Formation von Thomas König kann ohne Druck diesem Spiel entgegensehen, das sie lange offen halten möchte. „Wir haben in der Vorbereitung und auch im Hinspiel gezeigt, dass wir gegen Melsungen mithalten können“, konstatiert Nico Büdel. „In diesem Heimspiel müssen wir wieder unsere Leistung abrufen. Dann werden wir mal sehen, wie Melsungen darauf reagiert. Es gilt für uns, wenige Fehler zu machen und die Chancen zu nutzen. Und es gilt auch, Fehler des Gegners zu nutzen.“ Kapitän Philipp Grimm: „Ich sehe uns nicht chancenlos.“ Fraglich ist bei den Eulen noch der Einsatz von Bogdan Criciotoiu, den eine Ellbogenverletzung plagt. Einfach schön, einfach wunderbar wäre es, könnte nach den 60 Minuten wieder ein Traumergebnis an der Anzeigentafel zu sehen sein.