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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Was für eine Revanche

Durfte mit den Eulen den zweiten Auswärtssieg der Saison feiern: Andrej Kogut - Foto: Reis

(gek) Mit 25:40 hatte die TSG Ludwigshafen-Friesenheim gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke das Hinspiel verloren und damit die bis dato höchste Saisonniederlage kassiert. Am gestrigen Abend drehten Regisseur Andrej Kogut und seine Kollegen in der Neuauflage den Spieß herum und warfen durch den 26:24-Erfolg die Ostwestfalen endgültig in den Abstiegskampf.

Das Team von Trainer Thomas König trat beim letztjährigen Rangzehnten sehr diszipliniert auf, hatte seine ganz große Stärke in der Abwehr und spielte im Angriff fast ohne Fehler. In der Defensive kompensierten die Rothemden den Ausfall ihres Abwehrchefs Gunnar Dietrich, weil „Oli“ Tesch, der mit Nationalspieler Erik Schmidt den Innenblock bildete, an alter Wirkungsstätte eine klasse Partie bestritt. Und im Angriff, auf der „Königsposition“, spielte Stephan Just all seine Klasse und Routine aus. Der Bundesliganeuling gewann verdient, holte sich seine Auswärtszähler Nummer vier und fünf und ist mit 19 Punkten erneut auf einem Nichtabstiegsplatz notiert.

In den ersten zehn Minuten dieser Partie wechselte die Führung immer wieder, ehe die Pfälzer durch einen Doppelschlag, Bogdan Criciotoiu und Erik Schmidt trafen, eine erste 2-Tore-Führung innehatten. Dirk Beuchler nahm eine Auszeit, aber die TSG hatte weiter Wind im Segel. Philipp Grimm erhöhte vom Strich und Stephan Just legte einen weiteren Treffer nach – 6:10 lautete der Zwischenstand in der 19. Minute. Beim Stand von 10:13 vergaben die Hausherren bereits ihren dritten Siebenmeter, aber es gelang der Beutler-Auswahl in den restlichen 185 Sekunden dennoch, den Rückstand auf nur noch ein Tor zu reduzieren.

Auch im zweiten Durchgang knüpften die Eulen an ihre Vorstellung der ersten 30 Hälfte nahtlos an – sehr konzentriert spielten die Mannen von Thomas König, die sich auch nach einem Führungswechsel in der 42. Minute nicht aus der Ruhe bringen ließen. Zwar gelang Drago Vukovic eine nochmalige Führung für seine Farben, doch Marco Hauk glich nicht nur zum 19:19 aus, sondern sorgte mit seinem folgenden zweiten Treffer für den nächsten TSG-Vorsprung. Frank Loke machte das 20:20, aber dann warfen die Rothemden gleich vier Goals in Folge. Zunächst jubelte Stefan Lex über ein Tor, dann auch Nico Büdel. Und als Erik Schmidt eine Zeitstrafe kassierte, setzten die Unterzahltreffer von Nico Büdel und Oliver Tesch weitere Nadelstiche. Der Aufsteiger war auf die Siegerstraße eingebogen und brachte die restliche Spielzeit ungefährdet über die Bühne. Das 24:26 war am Ende absolut verdient.

„Das war ein tolles Ding“, kommentierte Thomas König, erfreut über den eindrucksvollen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, urteilte der zweifache Torschütze Marco Hauk. Und Kapitän Philipp Grimm: „Jeder hat sich super eingebracht, nun sind wir wieder dabei im Rennen um den Klassenerhalt.“

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Die Statistik:

TuS Nettelstedt-Lübbecke: Blazicko, Semisch; Loke (2), Vukovic (2), Langhans (3), Tauabo (5/2), Pieczkowski (3), Pajovic (1), Wöss, Dissinger (1), Schubert (2/2), Borozan (3), Klimek (1), Remer (1), Trainer: Dirk Beuchler

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Bender; Grimm (5/3), Kogut (3), Lex (2), Just (3), Tesch (3) Hauk (2), Claussen, Unger, Büdel (2), Schmidt (2), Kossler, Criciotoiu (4); Trainer: Thomas König

Schiedsrichter: Marcus Hurst (TSG Oberursel) & Mirko Krag (TuS Nieder-Eschbach) ◊ Zuschauer: 1966 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 2:4, Pajovic (41.) – Büdel (27.), Schmidt (47.) ◊ Siebenmeter: 7/4: 5/3, Tauabo trifft den Querbalken und verwirft gegen Klier (13., 18.), Remer trifft den Pfosten (27.) – Grimm scheitert an der Latte (34.) ◊ Team-Time-out: 13:50 und 48:04 – 27:42 und 59:13

Spielfilm: 2:2 (4.), 5:4 (7.), 6:7 (11.), 6:10 (19.), 9:11 (23.), 10:13 (27.), 12:13 (HZ) – 14:16 (34.), 17:17 (41.), 19:20 (45.), 20:24 (49.), 22:25 (56.), 24:26 (EN)