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Prinzip Hoffnung in der Eberthalle

Handball: Bundesligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim fehlen die Alternativen

LUDWIGSHAFEN. Nein, es passte fast nichts! Die Nummer 1 der TSG Friesenheim, Torwart Kevin Klier, hatte den Abend in rabenschwarz erwischt, die Cleverness und Härte von MT Melsungen zermürbten die TSG Friesenheim am 29. Spieltag der Handball-Bundesliga: 29:35 (14:18).

Gut drauf: Philipp Grimm. FOTO: KUNZ

Das Ergebnis dokumentiert den Klassenunterschied, daran änderte auch Max Bender mit elf Paraden inklusive eines gehaltenen Siebenmeters des herausragenden Michael Allendorf nichts Entscheidendes. Der Linksaußen und der mitunter provokativ ruppige, aber sehr produktive Michael Müller sowie Jung-Nationalspieler Johannes Sellin mit jeweils sieben Treffern sorgten maßgeblich für einen klaren Vorsprung. „Besonders mit der Angriffsleistung war sich sehr zufrieden“, bilanzierte Melsungens Coach Michael Roth. „Melsungen war uns auch körperlich überlegen. Es gab Phasen, in denen wir hätten ausgleichen können. Da waren wir nicht clever genug und hatten bei Entscheidungen nicht das Glück auf unserer Seite“, meinte TSG-Torhüter Bender.

Seine Mannschaft warf aus dem Spiel heraus zu wenig Tore. Neun von zehn Siebenmetern nutzten Philipp Grimm (5/4) und Stephan Just (5/5). Grimm hatte mit drei Toren aus dem Spiel heraus neben Andrej Kogut (7) noch mit am besten getroffen. Stefan Lex warf wohl vier bemerkenswert schöne Tore, hatte aber auch fünf Fehlversuche. Bezeichnend: Nach Koguts 25:28 (49.) keimte nicht nur beim unaufhörlich optimistisch anpeitschenden Hallensprecher Thomas Repp Optimismus. Bender parierte großartig, am Kreis aber packte Lex nicht zu, Philipp Müller nutzte den geschenkten Ball zum 25:29. „Im Angriff machen wir zu wenig einfache Tore. Melsungen hat seine Chancen besser genutzt“, bemerkte Kogut.

„Meine Mannschaft hat 60 Minuten gekämpft. Sie hat sich trotz des Rückstands nicht aufgegeben und wollte gewinnen. Das gelingt gegen Melsungen aber nur, wenn du das Glück des Tüchtigen hast und sonst alles passt“, sagte TSG-Trainer Thomas König, der auch noch damit leben musste, dass das Schiedsrichterduett Fabian und Christian Dorff es nicht eben gut mit der TSG meinte. Erik Schmidt geriet immer wieder zum Freiwild der zeitweise überharten Gäste. Der Nationalspieler machte drei Tore aus vier Chancen, dazu wurden sechs der zehn Siebenmeter am Kreisläufer verschuldet – ihm aber fehlten die Zuspiele Gunnar Dietrichs. Gefehlt haben auch die Tore von Bogdan Criciotoiu, zumal Nico Büdel erst in der Schlussminute erstmals traf. „Ohne Gunnar und Bogdan haben uns die Alternativen gefehlt. Die Aufgabe gegen die wiedererstarkten Berliner wird nicht einfacher. Wir müssen dranbleiben“, sagte Kogut.

„Wir glauben weiter an die Chance auf den Klassenverbleib. Ich hoffe auf die baldige Rückkehr von Bogdan“, sagte Trainer König. „Vielleicht kann ich nächsten Samstag wieder spielen“, mutmaßte der am Ellenbogen lädierte Criciotoiu. Dann kommen die Füchse Berlin in die Eberthalle. „Da brauchen wir noch mehr Unterstützung“, sagte Uli Spettmann, der Sportliche Leiter, nach der Niederlage vor 2050 Zuschauern. (zkk/nau)