Die Eulen Ludwigshafen - DKB Handball-Bundesliga

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Porträt MT Melsungen

(ste) Mit der MT Melsungen erwarten die Eulen am 29. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga einen alten Weggefährten aus gemeinsamen Zweitligazeiten. Bis zum Jahr 2005 gehörten die Melsunger Handballer der damaligen Zweiten Bundesliga Süd an und lieferten sich mit den Eulen spannende und teils nervenaufreibende Duelle. So auch beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle, als die damals noch punktlose MT mit 28:29 denkbar knapp die Oberhand behielt. Am Saisonende mussten die Eulen den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten, während sich die Nordhessen unter dem neuen Coach Michael Roth fingen und am Ende den 13. Tabellenplatz einnahmen. Nun treffen sich beide Teams wieder in der höchsten deutschen Spielklasse, doch während die Eulen erneut gegen den Abstieg kämpfen, steht die MT mitten im Kampf um die Qualifikation zum EHF-Pokal und im selbigen bereits im Viertelfinale.

Der Einzug in den EHF-Pokal war in der vergangenen Saison der größte Erfolg in der Melsunger Vereinsgeschichte, die bis in das Jahr 1861 zurückreicht. In diesem Jahr wurde die Melsunger Turngemeinde zunächst als reiner Turnverein gegründet, in dem sich im Jahr 1920 die Handballabteilung etablierte. Selbige war seit der Saison 1992/1993 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse vertreten und ging seit dem Jahr 1999 durch den Zusammenschluss mit dem TSV Eintracht Böddiger als MSG Melsungen-Böddiger auf Punktejagd. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gelang es der „Männerspielgemeinschaft“, stets in den Kampf um den Aufstieg in die deutsche Beletage mitzuspielen. Doch trotz vollmundiger Ankündigen aus dem Vereinsumfeld gelang es in den Anfängen des neuen Jahrtausends nie, einen der beiden ersten Plätze einzunehmen. Erst in der Saison 2004/2005, als man sich nach eigenen Aussagen nicht als einer der Anwärter für einen Aufstiegsplatz sah, gelang der souveräne Aufstieg in die erste Bundesliga mit drei Punkten Vorsprung auf die SG Kronau/Östringen, den heutigen Rhein-Neckar-Löwen. Der Aufstieg kam für viele Handballexperten jedoch nicht unerwartet, da sich die MSG mit zahlreichen tschechischen (National-) Spielern verstärkte und mit Dr. Rastislav Tritik ein exzellenter Handballtrainer an der Seitenlinie wusste. Mit dem Aufstieg endete auch die Spielgemeinschaft mit dem TSV Eintracht Böddiger, sodass die Melsunger Turngemeinde fortan als MT Melsungen in der Ersten Bundesliga auflief.

Als Tabellenzwölfter umging die MT sodann einen nervenaufreibenden Abstiegskampf, in dem die Nordhessen bis auf jenen Zeitraum am Anfang der Saison 2010/2011 nie wirklich verwickelt waren. Dennoch war über einen langen Zeitraum hinweg der zehnte Platz das Maximum für die MT in der Saisonendabrechnung. Dabei setzten die Melsunger Verantwortlichen vorwiegend auf ausländische Handballprofis, wodurch die Melsunger Fans zeitweise Spieler aus sieben verschiedenen Nationen zujubelten. Dies machten sie im Übrigen seit dem Aufstieg nicht mehr in der Melsunger Stadtsporthalle, sondern in der circa 30 Kilometer entfernten Rothenbach-Halle auf dem Messegelände in Kassel. Mit ihren 4.300 Zuschauerplätzen bietet sie nicht nur mehr Zuschauern Platz als die heimische Stadtsporthalle, sondern mit ihrem weitläufigen Außengelände auch mehr Marketing- und Sponsoring-Möglichkeiten.

In der jüngeren MT-Vergangenheit setzte man nunmehr vermehrt auf einheimische Spieler, die dabei mithalfen, die MT von der grauen Maus der Liga in einen erstzunehmenden Kontrahenten um die Europapokal-Plätze zu machen. Doch ganz ohne ausländische Profis kommen auch die Melsunger Handballer nicht aus, und so verpflichtete man auch vor Saisonbeginn drei internationale Spieler, von denen Jeffrey Boomhouwer (Emsdetten) und Momir Rnić (Göppingen) allerdings bereits einige Jahre zuvor in Deutschland aktiv waren. Mit Marino Marić stieß zudem ein bulliger kroatischer Kreisläufer zur MT, der gemeinsam mit Felix Danner für große Torgefahr aus der umkämpften Position sorgt. Komplettiert werden die Neuzugänge von Nachwuchstorhüter Sebastian Ulrich, der von SG Leutershausen kam und mit einem Doppelspielrecht für seinen Heimatverein ausgestattet wurde.


Der Verein
Halle:
Rothenbach-Halle, Damaschkestraße 55, 34121 Kassel – 4.300 Plätze

Größte Erfolge:
Aufstieg 1. Bundesliga 2005, Qualifikation EHF-Pokal 2014

Internet:
www.mt-melsungen.de

Transfers
Gekommen:
Jeffrey Boomhouwer (TV Emsdetten), Momir Rnić (Frisch Auf! Göppingen), Marino Marić (RK Maribor Branik/SLO), Sebastian Ullrich (SG Leutershausen)

Gegangen:
Anton Månsson (Kadetten Schaffhausen/SUI), Daniel Kubeš (TV Emsdetten), Christian Zufelde (Eintracht Hildesheim), Jonathan Stenbäcken (IFK Kristianstad/SWE), Colin Räbiger (TSV GWD Minden II)

Der Trainer
Michael Roth (geb. 15.02.1962), seit 2010 Trainer der MT Melsungen