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Missglückte Aufholjagd

Handball: Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim stoppt den Lauf der MT Melsungen in der Bundesliga nicht. Mit 29:35 verlieren die Gastgeber – es ist die siebte Heimniederlage für die Mannschaft von Trainer Thomas König.

WIEDER NICHTS
Der Friesenheimer Marco Hauk nimmt Maß. Der Rechtsaußen ging gestern gegen Melsungen allerdings leer aus. (foto: kunz)

Ludwigshafen. Dass es gestern bei Kevin Klier rund lief, kann man nicht behaupten. Nach 14 Minuten hatte der Friesenheimer Torwart die Faxen dicke. Klier hatte bis dahin keinen Ball gehalten, allerdings elf Gegentreffer kassiert. Eine Leistung, die man von dem sonst guten Schlussmann nicht gewohnt ist. So räumte Klier frustriert das Feld. Für ihn kam Maximilian Bender. Der hielt sieben Bälle bis zur Halbzeit, ebnete damit seinen Vorderleuten den Weg für eine Aufholjagd. Doch die missglückte. Zwar blieb Friesenheim bis zur 36. Minute auf Tuchfühlung (18:21), doch danach zog Melsungen davon, siegte mit 35:29 (18:14).

Diese Rückstände waren aber überflüssig, denn die TSG hatte zuvor genügend Gelegenheiten gehabt, zwischenzeitlich auszugleichen. Aber zu viele leichte Fehler, ein starker Gästetorwart Mikael Appelgren und so manche kleinliche Entscheidung der Schiedsrichter bremsten jegliche Friesenheimer Bemühungen, das Blatt doch noch einmal zu wenden.

Ein Sieg wäre gestern auch nicht verdient gewesen. Denn Melsungen war die bessere Mannschaft, ließ sich nie aus dem Konzept bringen. „Wir haben momentan ein gutes Selbstbewusstsein. Da kann man auch mal lockerer in Friesenheim aufspielen“, sagte MT-Linksaußen und Nationalspieler Michael Allendorf. Und das, obwohl der schwedische Nationalspieler Patrick Fahlgren sich diese Woche einen Bänderriss im Knie zuzog und für den Rest der Saison ausfällt. „Da sieht man eben die individuelle Klasse, die Melsungen noch hat“, sagte Philipp Grimm, Kapitän der TSG Friesenheim. An dieser mangelte es der TSG gestern. Die verletzten Gunnar Dietrich und Bogdan Criciotoiu fehlten an allen Ecken und Enden. Dietrichs Zuspiele und seine Erfahrung in der Abwehr hätten gegen die variabel agierenden Hessen gut getan. Bitter, dass Criciotoiu wegen einer Ellenbogenblessur passen musste. Er war zuletzt gut drauf, beim Heimsieg gegen Hamburg stark sowie in Wetzlar erfolgreichster Werfer.

Bewegend und stilvoll gestern die Schweigeminute für die 150 Opfer des Flugzeugabsturzes des Germanwings-Airbusses diese Woche. Mucksmäuschenstill war es in der mit 2050 Zuschauern fast ausverkauften Eberthalle.

TSG Friesenheim: Klier (ab 14. Bender, 55. Klier für einen Siebenmeter) - Lex (4), Kogut (7), Just (6/5) - Hauk, Grimm (7/4) - Schmidt (3) - Tesch, Büdel (1), Claussen, Kossler (1)

MT Melsungen: Appelgren (15., 28., 30., 45., 57. Sandström für einen Siebenmeter) - Michael Müller (7), Vuckovic (2), Rnic (4) - Sellin (7/4), Allendorf (7/3) - Danner (4) - Philipp Müller (3), Maric (1), Schröder

Spielfilm: 0:2 (2.), 2:2 (4.), 6:6 (9.), 8:8 (13.), 8:10 (13.), 9:11 (14.), 10:12 (18.), 11:15 (23.), 13:15 (26.), 14:18 (Hz.), 19:24 (39.), 21:15 (42.), 24:28 (48.) - Zeitstrafen: 3:4 - Siebenmeter: 10/9 - 7/6 - Beste Spieler: Kogut, Bender, Grimm - Appelgren, Allendorf, Michael Müller - Zuschauer: 2050 - Schiedsrichter: Fabian von Dorff/Christian von Dorff (Kaarst). (mne)