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Lob für tapfere „Eulen“

HANDBALL: TSG Friesenheim unterliegt Rekordmeister THW Kiel 20:33

Gekonnt: Andrej Kogut trifft vom Kreis. Links Rasmus Lauge Schmidt, daneben René Toft Hansen. FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN. Als es eng wurde, mobilisierte Handball-Rekordmeister THW Kiel auch seine deutschen Nationalspieler Steffen Weinhold und Patrick Wiencek. Sie trugen mit ihrer Klasse zur 13:11-Pausenführung bei, am Ende unterlag die gut 40 Minuten imponierende TSG Ludwigshafen-Friesenheim 20:33.

Verstimmt nahm Philipp Grimm auf der Tribüne Platz. Die Rote Karte von Lemgo zog eine Sperre nach sich. „Sehr ärgerlich, gegen solch einen Gegner nicht dabei sein zu dürfen“, grämte sich der TSG-Kapitän. Grimm erlebte eine grandiose erste Halbzeit seines Teams, das 4:1 führte, nach Rückständen zurück kam, zum 8:8 egalisierte und zur Pause nur knapp zurücklag (11:13).

Aus einer guten, sehr abwehrstarken Mannschaft ragten der Torhüter und der Senior heraus: Kevin Klier wehrte bis zur Pause zehn Würfe ab, darunter einen Siebenmeter Canellas’. Stephan Just, mit 35 Lenzen der Alterspräsident, schoss sechs der elf TSG-Tore in der ersten Halbzeit.

Pech, dass er einen Siebenmeter an den Pfosten setzte. Riesig das Wurfrepertoire des Routiniers, der auch vom Kreis und von Linksaußen traf. „Apollo hat Überstunden auf dem Platz gemacht, hervorragend“, lobte TSG-Coach Thomas König. Herausragend die Kreisanspiele von Gunnar Dietrich, der mit Nico Büdel, Erik Schmidt und Andrej Kogut aufopferungsvolle Abwehrarbeit betrieb. „Wir freuen uns an den positiven Momenten“, sagte Just. Klier haderte: „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Wir haben zu viele freie Chancen vergeben.“

Auch in der zweiten Halbzeit machten die „Eulen“ dem Favoriten das Leben schwer. In der 36. Minute verkürzte Jung-Nationalspieler Erik Schmidt auf 14:15. Die TSG hatte nach zwei Fehlpässen Bogdan Criciotoius auf Just und einem Fehlpass Koguts auf Just vermeidbare Gegenstoßtore kassiert. Beim Stand von 14:16 dann klärte Schmidt klasse, leitete den Gegenstoß ein, aber Felix Kossler verhedderte sich hektisch. Eine Schlüsselszene. Die Folge war das 14:17 Sprengers. THW zog auf vier Tore davon, das war die Vorentscheidung für die Meistermannschaft Alfred Gislassons. „Wir haben uns schon im Hinspiel gegen die starke TSG-Abwehr schwer getan“, lobte der Isländer. Er schonte vor allem Kreisläufer Wiencek. Filip Jicha fehlte erkrankt, wird aber für das Pokalspiel bei den Rhein-Neckar-Löwen am Mittwoch einfliegen. Domagoj Duvnjak, gestern mit zehn Treffern der Mann des Abends, wird es dann sicher schwerer haben. Gegen ihn war kein Kraut gewachsen.

„Das Ergebnis entspricht leider nicht dem Spielverlauf“, fand Erik Schmidt. „Wir können gegen den HSV Hamburg mit breiter Brust ins Spiel gehen“, sagte der 22-Jährige. Am Mittwoch (19 Uhr) gegen den HSV ist auch Grimm wieder dabei.

So spielten Sie

TSG Lu-Friesenheim: Klier (ab 47. Bender) - Criciotoiu (3), Kogut (3), Dietrich (1) - Kossler, Just (6/3) - Schmidt (4) – Büdel (1) Lex, Hauk, Unger (1), Claussen, Ulrich (1)

THW Kiel: Palicka, Sjöstrand (22., 27. bei Siebenmetern, ab 40.) - Vujin (5/1), Palmarsson (1), Duvnjak (10) - Ekberg, Klein (5) - Hansen – Canellas (1), Sprenger (3), Lauge Schmidt (1), Wiencek (3), Weinhold (4)

Spielfilm: 4:1 (8. Minute), 4:5, 6:6, 8:8, 9:11, 11:13 (Halbzeit), 14:15 (36.) 15:18, 17:23, 18:24, 19:30, 20:33 (Endstand) - Zeitstrafen: 2:2 - Siebenmeter: 4/3 - 2/1 - Beste Spieler: Just, Klier, Schmidt - Duvnjak, Klein, Weinhold - Zuschauer: 2250 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen).