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- Mannheimer Morgen

Handball: 20:33-Niederlage gegen Liga-Primus THW Kiel

Friesenheim unter Wert geschlagen

Kiels Hansen (l.) versucht an Schmidt vorbeizukommen. © Pfliegensdörfer

Ludwigshafen. Eine unverdient hohe 20:33 (11:13)-Niederlage kassierte die TSG Friesenheim gestern in der Handball-Bundesliga in der mit 2250 Zuschauern ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle gegen den 19-fachen deutschen Rekordmeister und dreifachen Champions-League-Gewinner THW Kiel - aber man kann Trainer Thomas König verstehen, dass er sich etwas ärgerte: "Die Niederlage ist viel zu hoch ausgefallen - wir haben 45 Minuten lang ganz gut mitgehalten."

Nicht nur das: In der ersten Halbzeit boten die Eulen trotz des Fehlens von Linksaußen Philipp Grimm (Rotsperre) und Abwehrspieler Oliver Tesch (krank) eine taktisch hervorragende Leistung, führten bis zur zehnten Minute sogar mit 4:3, ehe Kiel allmählich Oberwasser bekam. Doch einen beruhigenden Vorsprung konnten sie nicht herausspielen: Zur Pause lagen sie nur mit 13:11 vorn - eine Führung der Friesenheimer wäre zu diesem Zeitpunkt keine Überraschung gewesen.

Duvnjak nicht zu bremsen

Das ging auch in der zweiten Halbzeit so weiter - doch dann halfen die Eulen dem Gegner durch zum Teil irrwitzige Fehler in die Gänge. Hinzu kam, dass die Pfälzer den kroatischen Torjäger Domagoj Duvnjak nicht in den Griff bekamen: Er war mit seinen zehn Treffern der überragende Torjäger des Spiels. Eulen-Spielmacher Andrej Kogut war etwas sauer, dass den Kielern in der letzten Viertelstunde elf Treffer gelangen - bei nur drei eigenen Toren: "Das hat das uns das Ergebnis versaut."

Wie Kogut relativierte auch Nationalspieler Erik Schmidt die Niederlage: "Wir haben gegen die stärkste Vereinsmannschaft der Welt gespielt und uns lange sehr gut gehalten. Darauf können wir aufbauen." Auch Trainer König richtet den Blick schon aufs Mittwochspiel gegen Hamburg: "Der Abstiegskampf wird nicht durch Tore, sondern durch Punkte entschieden."

TSG Friesenheim: Klier, Bender - Kogut (3), Dietrich (1), Ulrich (1), Lex, Just (6/3), Hauk, Claussen, Unger (1), Büdel (1), Schmidt (4), Kossler, Criciotoiu (3). rs