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Alle Kräfte für den Klassenerhalt bündeln

HANDBALL: Die TSG Friesenheim will in der Bundesliga bleiben – Heute kommt der HSV Hamburg

Im Brennpunkt: Kevin Klier. Rechts Marko Vujin (THW Kiel). FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN (zkk). Nichts ist unmöglich! Das zeigt Handball-Bundesligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim immer wieder – auch gegen die ganz Großen im Oberhaus. Heute (19 Uhr) gastiert der HSV Hamburg in der Friedrich-Eberhalle.

Am Sonntag begeisterten die „Eulen“ knapp 40 Minuten. Erst kurz vor der Pause hatte sich Rekordmeister THW Kiel einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeitet. Am Ende aber hieß es 20:33, weil sich die individuelle Klasse des Spitzenreiters durchsetzte, die TSG zu viele Chancen ausließ und vor allem auch kein Kraut gehen Domagoj Duvnjak gewachsen war. Der Kroate warf zehn Tore.

„In so einem Spiel muss alles passen“, sagt TSG-Trainer Thomas König. Weil nach 40, 45 Minuten vieles nicht mehr passte, war der Traum von der phasenweise greifbar nahen Sensation dann doch ausgeträumt.

Natürlich möchte der Trainer vor allem die positiven Aspekte mit in die englische Woche nehmen, die am Samstag (19 Uhr) mit dem Spiel bei der HSG Wetzlar beendet wird. Da war eine grandiose erste Halbzeit von Torhüter Kevin Klier, der da zehn Bälle abwehrte. Da war der famose Auftritt von Routinier Stephan Just, da war ein Abwehrblock mit den Säulen Gunnar Dietrich und Andrej Kogut.

Aber es gab auch Schwächen. „Wir haben zu viele freie Bälle vergeben“, beanstandete Torhüter Klier die erneut schwache Chancenauswertung. „Nico Büdel hatte nicht seine zuletzt gezeigte Wurfqualität“, kritisierte der Trainer. Auch bei Bogdan Criciotoiu sah er Licht und Schatten, die beiden Rechtsaußen Felix Kossler und Marco Hauk kamen nicht ins Spiel. Criciotoiu warf wohl drei tolle Tore, hatte aber auch fünf Fehlversuche, zwei schlampige Fehlpässe, die Gegenstoßtore nach sich zogen. „Er bringt viele gute Voraussetzungen mit, aber die fehlenden Sprachkenntnisse sind ein Handicap“, sieht der Coach nur eine mäßige Entwicklung in der sportlichen Integration des Rumänen.

„Wenn wir gegen Hamburg gewinnen, dann ist das eine Sensation“, sagt Thomas König. Stars wie Johannes Bitter, Pascal Hens, Adrian Pfahl oder Torsten Jansen bringt der HSV mit. „Hans Lindberg ist der wohl beste Rechtsaußen der Liga“, urteilt König. Er kann heute auf Linksaußen Philipp Grimm, der seine Sperre verbüßt hat, und den genesenen Kreisläufer Oliver Tesch zurückgreifen.

„Mannschaft und Trainer wollen alles für den Klassenerhalt tun“, verspricht Trainer König, der mit Sorge den Zwist im Verein verfolgt. Der Hauptsponsor reduziert sein finanzielles Engagement, nur fünf Spieler haben Verträge für die nächste Saison, die Nachfolge von Geschäftsführer Werner Fischer ist unklar.