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„Wir liegen absolut im Soll“

Interview: Handball-Zweitligist TSG Friesenheim hat gestern gegen Leipzig sein erstes Heimspiel in dieser Saison verloren – ausgerechnet am letzten Spieltag in der Hinrunde. Doch die bisherige Saison war gelungen, sagt Andrej Kogut. Der Spielmacher sieht gute Chancen, seinen im Juni endenden Vertrag zu verlängern – um dann Bundesliga zu spielen.

Andrej Kogut (rechts), Spielmacher der TSG Friesenheim, wurmt die 22:27-Niederlage gestern gegen Leipzig. Doch der Mannschaft fehlten die Mittel, die starke Deckung der Gäste zu überwinden, sagte er. FOTO: KUNZ

Herr Kogut, erste Heimniederlage in dieser Saison. Und das ausgerechnet im letzten Heimspiel in diesem Jahr und am zweiten Weihnachtsfeiertag. Haben Sie vergessen, den Wunschzettel auszufüllen?
(lacht) Nein. Jeder hat gewollt, dass wir uns im letzten Heimspiel des Jahres mit einem Sieg verabschieden von unserem tollen Publikum. Aber Leipzig hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Sie waren in der Deckung sehr stark. Das muss man anerkennen.

Warum ist das Christkind – zumindest aus Sicht der TSG Friesenheim – nicht in der Eberthalle vorbeigekommen?
Nun, weil Leipzig sehr gut gespielt hat, wenige Fehler gemacht hat und einen guten Torwart hatte. Wir dagegen haben nie so recht die geeigneten Mittel gefunden, um gegen die starke Leipziger Deckung eine Lücke zu finden.

Mit dieser 22:27-Niederlage gegen Leipzig ist außerdem eine von der Mannschaft selbst gesteckte Vorgabe erst einmal futsch.
Welche?

Na diese Saison zu Hause kein Spiel verlieren.
Ja, das stimmt. Trotzdem sind wir noch gut dabei. Wir stehen auf einem Aufstiegsplatz. Zum Schluss hatten wir doch einige verletzte Spieler. Die sind nun einmal auch nicht so einfach zu ersetzen. Ein Marco Hauk, Christian Klimek und zuletzt Felix Kossler sind alles gestandene Spieler, die zum Stamm gehören.

Die Hinrunde endete, wie sie begonnen hatte, mit zwei Niederlagen in Folge ...
Ich sehe es an mir. Ich bin die letzten drei bis vier Spiele angeschlagen aufgelaufen. Bei der letzten Partie in Nordhorn am vergangenen Sonntag ging nichts. Da habe ich erst gar nicht gespielt wegen meiner Verletzung. Die Kraft ging in den letzten Partien doch etwas verloren.

Dennoch, die Vorrunde ist glänzend verlaufen. Die TSG Friesenheim steht auf einem Aufstiegsplatz in der starken Zweiten Bundesliga. Da kann man doch sehr zufrieden sein, oder nicht?
Natürlich ist man nach einer Heimniederlage, und dann noch der ersten in dieser Saison, nicht glücklich. Aber es war eine gelungene Hinrunde. Wir ärgern uns natürlich über die verlorenen Punkte, aber letztlich gleicht sich das in der Saison aus. Wir müssen jetzt die Pause nutzen, um wieder gesund zu werden und Kraft zu tanken, damit wir voller Energie in die restlichen Spiele gehen können.

Die Mannschaft liegt demnach im Soll?
Ja klar, absolut liegen wir im Soll.

Ihr Vertrag endet im Juni. Wie sieht Ihre Zukunft aus?
Es gab noch kein Gespräch, aber die Tendenz sieht sehr positiv aus. Ich würde es mir doch nie verzeihen, im Falle eines Aufstieges, nicht mit der TSG Friesenheim in der Bundesliga zu spielen.

Interview: Marek Nepomucky