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„Weiter mit Trainer Thomas König“

Werner Fischer, Geschäftsführer des Handball-Zweitligisten TSG Friesenheim, hat weiter das Oberhaus im Blick. Kogut und Schmidt sollen bleiben.

Herr Fischer, die TSG Friesenheim überwintert auf einem Aufstiegsplatz, kann am 26. Januar mit einem Heimsieg im Nachholspiel gegen den VfL Bad Schwartau weiteren Boden gutmachen. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Zwischenbilanz?
Von meiner Seite hatte ich der Mannschaft gesagt, wenn wir mit zehn Minuspunkten in die Winterpause gehen, bin ich zufrieden. Jetzt ist es einer mehr geworden. Da wir mit 1:5-Punkten gestartet sind, durch die Verletzung Gunnar Dietrichs kurz vor dem ersten Saisonspiel gehandicapt waren, sind wir noch im Soll. Die Mannschaft hat ja gezeigt, welche Qualitäten sie besitzt.

Wo sehen Sie die Stärken der aktuellen Friesenheimer Mannschaft?
Die Stärken sind die sehr stabile Abwehr und zwei sehr gute Torhüter. Durch die Verpflichtungen von Stefan Lex und Gunnar Dietrich haben wir unsere Qualität im Vergleich zur letzten Saison nochmals gesteigert. Wir sind jetzt ausgeglichener besetzt. Wir hatten zunächst auch das Glück, dass wir, nicht wie in der letzten Saison, so viele Langzeitverletzte hatten. In den letzten Wochen aber hatten wir dann durch die Ausfälle von Christian Klimek, Marco Hauk, Maximilian Kraushaar und Felix Kossler doch Probleme. Erik Schmidt hat sich als Kreisläufer wohl sehr gut entwickelt, aber da fehlt auch noch, was völlig normal ist, die Konstanz.

Kreisläufer Christian Klimek ist ja noch immer nicht fit. Wann rechnen Sie mit seinem Comeback?
Er hat ja selbst nicht gedacht, dass das bei einem Leistungssportler mit einer Lungenentzündung so lange dauert. Aber wir hoffen jetzt schon, dass er bis zum 26. Januar gesund und fit wird.

Haben Sie vor, in der Winterpause auf dem Transfermarkt noch einmal tätig zu werden oder gehen Sie mit diesem Kader auch in die Rückrunde?
Wir sehen im Moment keinen Handlungsbedarf. Felix Kossler ist ja schon zurück, wir rechnen Ende Januar mit Christian Klimek. Marco Hauk wird auf jeden Fall gegen Bad Schwartau dabei sein. Bei Maximilian Kraushaar kann es nach der Meniskus-OP zwar noch dauern, aber wir haben ja auch durch die Spieler, die Zweitspielrecht für Hochdorf haben – Jan Claussen, Christopher Klee, Niklas Schwenzer – Alternativen.

Trainer Thomas König ist in der achten Saison bei der TSG. Das ist ungewöhnlich. Der Verein hat ja auch nach dem Abstieg aus der Bundesliga an ihm festgehalten, in der schwierigen Situation im letzten Jahr jegliche Panik vermieden. Was macht diesen Coach so besonders?
Wir sind ständig im Austausch. Wir konnten die Situation im letzten Jahr – gerade wegen der vielen Verletzten – richtig einschätzen. Deshalb sind wir auch nicht in Panik verfallen. Auch zu Beginn dieser Saison nach dem Start mit 1:5-Punkten sind wir ruhig geblieben. Wir haben die sehr gute Vorbereitung gesehen und dann zwei Tage vor dem Start die schwere Verletzung von Gunnar Dietrich erlebt. Aber die Mannschaft hat dann ja eine entsprechende Serie gestartet. Thomas König steht auch für die sehr gute Zusammenarbeit mit unserem Jugendkoordinator Martin Röhrig.

Wie groß ist Ihre Zuversicht, nach 2010 zum zweiten Mal mit der TSG den Bundesliga-Aufstieg zu schaffen?
Wir haben in dem einen Jahr in der Bundesliga gesehen, dass die Region zwei Bundesligavereine verträgt. Für uns ist der Bundesliga-Aufstieg sehr reizvoll. Die Zuschauer haben uns nach dem Abstieg die Treue gehalten.

Wie gehen Sie die Gespräche mit Spielern mit auslaufenden Verträgen an?
Die meisten Verträge laufen ja zwei Jahre. Ich hoffe, dass wir bis Februar eine Einigung mit Andrej Kogut erreichen, der sich ja bei uns, ganz speziell in der Abwehr, sehr gut weiterentwickelt hat. Die Kreisläuferposition hat Priorität, das ist unsere große Baustelle, weil Christian Klimek ja nach Nettelstedt wechseln wird, und der Vertrag von Erik Schmidt ausläuft. Wir wollen ihn halten.

Der Vertrag von Trainer Thomas König endet 2014. Wie gehen Sie mit dieser Personalie um?
Mit dem Trainer laufen Gespräche. Er ist ja ein entscheidender Faktor, auch für die Spieler, die kommen sollen. Wir wollen bald Klarheit in der Trainerfrage schaffen.

Mit Thomas König als Trainer?
Ja. Wir wollen mit Thomas König als Trainer weitermachen.

Interview: Horst Konzok