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- Mannheimer Morgen

Handball: Beeindruckende Friesenheimer Heimserie reißt bei 22:27-Niederlage gegen Leipzig

Leipzig erobert Eulen-Festung

Gunnar Dietrich zieht ab, doch auch seine sieben Tore reichten nicht zu einem Friesenheimer Sieg gegen Leipzig. © Binder

Ludwigshafen. Die beeindruckende Serie ist gerissen: Nach acht Heimsiegen in Folge seit Saisonstart in der 2. Handball-Bundesliga verlor die TSG Friesenheim gegen den ambitionierten und körperlich robusten Tabellenvierten SC DHfK Leipzig gestern mit 22:27 (11:14), bleibt aber auf einem Aufstiegsplatz.

Bei den Eulen lief in den 60 Minuten nur selten alles so zusammen, wie das die fast 1700 Zuschauer gewohnt sind. Vor allem von außen kam nur wenig Torgefahr auf - und wenn doch, dann gab es ungewohnte Pfostenschüsse oder Fehlwürfe (Philipp Grimm und Felix Kossler).

TSG ideenlos

Die Friesenheimer kamen auch mit der lauffreudigen Offensive der Sachsen nicht zurecht, die den Eulen auch mit raffinierten Anspielen Rätsel aufgaben. Hinzu kam, dass sie über eine wohl ebenso starke Abwehr verfügen wie die ideenlosen Friesenheimer, die zu oft durch die Mitte ihr Heil versuchten. Das gelang zwar dem bundesligaerfahrenen Gunnar Dietrich mit sieben Treffern - aber er war fast der Einzige, der sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage stemmte. Es muss den TSG-Spielern allerdings zugute gehalten werden, dass sie innerhalb von zwölf Tagen vier Spiele absolvierten und deshalb mancher Akteur auf dem Zahnfleisch ging.

Zu den Pluspunkten im letzten Vorrundenspiel der Eulen in diesem Jahr (es steht noch die Nachholbegegnung gegen den VfL Bad Schwartau am 26. Januar aus) gehörte Torhüter Maximilian Bender, der aber nur anfangs der ersten Halbzeit die Leipziger stoppen konnte und wie sein Kollege Kevin Klier einen Strafwurf vereitelte. Auf der Gegenseite bewies der 43-jährige Gabor Pulay, dass er nach wie vor zu den besten Torhütern der Liga gehört. TSG-Trainer Thomas König sagte: "Wir haben zu viele Fehler gemacht."

Wenigstens Jugend-Nationalspieler Dominik Claus erhielt eine freudige Nachricht: Er wurde in den Kader der deutschen U-18-Nationalmannschaft berufen, die sich für die Europameisterschaft 2014 vom 14. bis 24. August in Polen qualifizieren soll. Vor dem Qualifikationsturnier vom 10. bis 12. Januar in Berlin "testet" das deutsche U-18-Team zwischen den Jahren in Merzig/Saar in einem Turnier gegen Finnland, die Schweiz und Island.

TSG: Klier, Bender - Klee, Grimm (4/3), Claus, Dietrich (7), Lex (4), Just (1), Claussen (n.e.), Schwenzer (n.e.), Schmidt (2), Kossler (1), Kogut (2), Fritsch (n.e.), Ulrich (n.e.). rs