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Grimm setzt Ausrufezeichen

HANDBALL: TSG Friesenheim schwächelt zwischenzeitlich beim 30:24-Heimsieg

Immer wieder Philipp Grimm. Hier erzielt er das 12:8 für seine „Eulen“. FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN (zkk/nau). Pflicht erfüllt, die Kürelemente aber ließen etliche Wünsche offen: Handball-Zweitligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim ließ in beiden Hälften eine Sieben-Tore-Führung auf drei beziehungsweise zwei Treffer Differenz schrumpfen. Am Ende stand ein 30:24 (16:11)-Sieg der TSG gegen die HSG Tarp-Wanderup.

Das Beste am Abend? „Dass wir gewonnen haben“, antwortete TSG-Trainer Thomas König, der die zweite Schwächeperiode seiner Sieben nach 48 Minuten mit einem Torwartwechsel beantwortete: Kevin Klier, vor der Pause mit acht Paraden der Rückhalt, vermochte nach dem Seitenwechsel nur noch drei Bälle abzuwehren. Nach dem 20:22 durch Jan Molsen kam Maximilian Bender, parierte sechs Schüsse, dabei einen Siebenmeter Molsens. Das war sein Tag.

Der Mann des Abends war der Kapitän: Philipp Grimm steuerte zwölf Treffer zum Sieg bei, hatte nur einen Fehlversuch und nutzte alle fünf Siebenmeter. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir müssen in der zweiten Halbzeit konzentrierter spielen“, sagte Grimm. „Nach der Niederlage in Aue zählte heute nur ein Sieg, nächsten Samstag gegen Großwallstadt müssen wir uns am Gegner steigern“, meinte Grimm, der nun 88 Saisontore auf dem Konto hat. „Alle fünf Siebenmeter rein zu machen, das war schon gut“, sagte der Linksaußen gut gelaunt. „Grimm war klasse. Er hat ja fast alles rein gemacht“, lobte Trainer Thomas König den Mann, der mit wunderbaren Bogenlampen für Begeisterung sorgte.

Nach 19 Minuten kam der Fuchs im Eulen-Dress erstmals aufs Parkett: Willi Weyhrauch, Leihgabe aus der zweiten Garnitur der Berliner Füchse, traf sechs Minuten nach seiner Einwechslung mit raffiniert abgeschlossenem Tempogegenstoß zum 13:8. Der Neue, der mit seinen 1,79 Metern wie ein Zwerg im Reich der Riesen wirkt, ließ auch noch das 23:20 folgen. Der 19-Jährige ist für sechs Spiele ausgeliehen und soll mit Eigengewächs Dominik Claus auf Rechtsaußen die Lücken schließen, die durch die Verletzungen von Marco Hauk und Felix Kossler gerissen wurden.

Die TSG hatte das Spiel dank der Abschlusssicherheit von Grimm und der Klasse Erik Schmidts zunächst in Griff. Eine Konzentrationsschwäche nach dem 10:3 in der 17. Minute sorgte dafür, dass der Gast aus Schleswig-Holstein auf 11:8 heran kam. Herausragend in entscheidenden Phasen auch nach der Pause erneut die Vorstellung von Gunnar Dietrich. Die Leitfigur war mit klasse Kreisanspielen der Türöffner zum sechsten Heimsieg im sechsten Heimspiel der Saison. „Wenn Gunnar da mit seinem Tempo kommt, ist er fast gar nicht zu halten“, attestierte Thomas König.

So spielten Sie

TSG Friesenheim: Klier (48. Bender) - Lex (2), Kogut (5), Dietrich (3) - Claus (1), Grimm (12/5) - Schmidt (4) - Klee (1), Weyhrauch (2), Claussen, Just, Schwenzer (nicht eingesetzt)

HSG Tarp-Wanderup: Lübker (ab 31. Mahncke) - Blockus (1), Hinrichsen (3), Desler (4) - Matthiessen (3), Brüne - Jessen (7) - Dibbert, Thordarson (1), Molsen (4), Oetmann, Cordes (1/1)

Spielfilm: 0:1, 7:3 (13. Minute), 10:3, 11:6, 16:11 (Halbzeit), 18:12, 20:14, 22:20 (48.) 23:20, 26:23 (55.), 29:23, 30:24 - Zeitstrafen: 2/4 - Siebenmeter: 5/5 - 2/1 - Beste Spieler: Grimm, Dietrich, Bender , Schmidt - Jessen, Desler - Zuschauer: 980 - Schiedsrichter: König/Teichmüller (Eisenberg/Thüringen).