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Duell der Dominanten

Handball: TSG Friesenheim und SV 64 Zweibrücken spielen 21:21 in B-Junioren-Oberliga – Beide Klubs führend in ihrem Landesverband

Biss auf die Zähne: Friesenheims Kapitän Adrian Wenner (Mitte). FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN. Es war ein Duell auf Augenhöhe: Im Spitzenspiel der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der männlichen B-Jugend trennten sich die beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften, die TSG Friesenheim und der SV 64 Zweibrücken, mit einem leistungsgerechten 21:21 (11:8). Die Meisterschaft bleibt spannend.

Das Unentschieden spiegelt das Kräftemessen der beiden Spitzenvereine im männlichen Jugendhandball wieder. Dabei sind beide Mannschaften in ihrer Besetzung so unterschiedlich wie selten zuvor.

Die Gäste aus Zweibrücken stellen mit den beiden Jugendnationalspielern, Torhüter Benedikt Berz sowie Spielmacher Nils Wöschler, und Tom Grieser die stärksten Individualisten. 15 der 21 Tore gingen gegen Friesenheim auf das Konto von Wöschler und Grieser. Zudem brillierte Berz im Tor der 64er. Drei gehaltene Siebenmeter, dazu noch über ein halbes Dutzend gehaltene Würfe zeigen seine Klasse. Die TSG Friesenheim ist eher das stärkere Kollektiv.

Dennoch war Zweibrücken nicht der Favorit im Derby. Dafür sind die Unterschiede zwischen beiden Teams so minimal. Überdies kennen sich die beiden Trainer, A-Lizenzinhaber und gebürtiger Saarländer, Martin Röhrig (48), und Stefan Bullacher (45), viel zu gut. Röhrig entwickelte als damaliger Jugendtrainer des SV 64 gemeinsam mit Bullacher das dortige Jugendkonzept. Beide haben die gleiche Handball-Philosophie. Vier Trainingseinheiten in der Woche, darunter Athletik- und Langhanteltraining sind Standards. Dazu gehören fast alle Spieler dem jeweiligen Auswahlkader an. Beide Klubs stehen bei der männlichen Nachwuchsarbeit an der Spitze in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die Westpfälzer gehören – sportlich betrachtet – inzwischen zum saarländischen Handballverband. Röhrig und Bullacher waren Auswahltrainer in ihren Verbänden. Der einzige Unterschied zwischen den beiden „Handballverrückten“ liegt darin, dass Röhrig als Jugendkoordinator mit der TSG viermal im Final Four der deutschen Meisterschaft stand. Die DM-Quali hat er nun wieder im Blick.

Doch Zweibrücken könnte ein Hindernis werden. Das war fast schon in der vergangenen Spielzeit so. Die TSG Friesenheim verlor das Hinspiel in eigener Halle. Mit einem klaren Sieg in Zweibrücken schaffte die TSG noch die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft.

Am Wochenende nun erzielten die Friesenheimer Yannick Schulte (5/1), Benny Bayer (4) aus dem jüngeren Jahrgang 1998 sowie Jan Willner (4/1) und Joshua Brahm (3/1) aus dem Jahrgang 1997 16 der 21 Treffer gegen die Saar-Pfälzer. Ihre Spielfreude sorgte dafür, dass der Ausfall von Friesenheims Jugendnationalspieler Alexander Falk sowie der angeschlagene Kapitän Adrian Wenner nicht so sehr ins Gewicht fielen. (wij)


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