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- Mannheimer Morgen

Handball: Friesenheim beendet Zweitliga-Saison auf Platz elf

Verletzungspech hinterlässt Spuren

Ludwigshafen. Das Saisonziel der TSG Friesenheim in der Zweiten Handball-Bundesliga war bescheiden - und wurde nun dennoch knapp verfehlt: "Wir wollten eigentlich einen einstelligen Tabellenplatz - das ist uns mit Rang elf nicht gelungen," sagt Trainer Thomas König, der jedoch zu bedenken gibt, dass bei einem Sieg am letzten Spieltag bei Eintracht Hildesheim auch noch Platz sieben drin gewesen wäre. Doch die wiederum ersatzgeschwächten Eulen verloren zum Saisonausklang mit 29:34.

Keine Mannschaft hatte in der abgelaufenen Spielzeit mit solchem Verletzungspech zu kämpfen wie die TSG. Für Routinier Benjamin Matschke zum Beispiel war nach seinem zweiten Kreuzbandriss die Saison bereits am zweiten Spieltag beendet. Kein einziger Akteur absolvierte alle 36 Partien.

König macht eine deprimierende Kalkulation auf: "Bei unserem 16er-Kader fehlten in jedem Spiel rein rechnerisch vier Mann - das hinterlässt natürlich Spuren." Vor allem der zeitweilige Ausfall der Routiniers Ognjen Backovic (nur acht Spiele), Andrej Kogut (25), Marko Hauk, Felix Kossler (je 26) und später auch Stephan Just (17) schmerzte. Dass die Eulen jedoch trotz des immer wieder auftretenden personellen Handicaps mit der Spitze mithalten konnten, zeigt eine andere Bilanz: "Wir haben gegen die drei Top-Mannschaften in sechs Spielen 8:4 Punkte geholt - man sieht, was mit unserer jungen Truppe bei etwas weniger Verletzungspech möglich gewesen wäre," hat König auch die positive Seite einer verkorksten Saison im Blick. "Immerhin beenden wir die Runde mit einem ausgeglichenen Punktekonto."

Neue Hoffnungsträger

"Die nächste Saison wird besser," sind König und Pressesprecher Gerold Kuttler zuversichtlich. Die beiden Neuzugänge Gunnar Dietrich (TBV Lemgo) und Stefan Lex (TV Hüttenberg) sollen die Jungen führen und die Abwanderer Backovic und Arni Sigtryggsson sowie Neu-Trainer Matschke (TV Hochdorf) ersetzen.

Doch schon wieder muss über Verletzungen gesprochen werden: Torjäger Philipp Grimm, mit 223/77 Treffern zweitbester Goalgetter der Liga, fehlte in Hildesheim wegen einer noch nicht exakt diagnostizierten Knieverletzung und Jung-Star Christian Klimek musste vorzeitig wegen einer Schulterblessur passen. "Hoffentlich geht das mit den Verletzungen jetzt nicht schon wieder los", sagt König leicht genervt. rs