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Unerwartete Meisterschaft

Handball: D-Junioren der TSG Friesenheim werden Pfalzmeister – Trainer Axel Wilbrandt hört auf – Nun steht Umbruch bevor

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LUDWIGSHAFEN. Bereits in der Vorrunde schien kaum eine Mannschaft den Erfolgskurs der männlichen D-Jugend der TSG Friesenheim stoppen zu wollen. Dann gab es im achten Spiel beim TV Kirrweiler einen Dämpfer. Die TSG verlor die Partie. Am Ende der Spielzeit 2012/2013 sicherte sich die Mannschaft des Trainer-Duos Axel Wilbrandt und Martin Röhrig mit 30:6 Punkten und einer Tordifferenz von 175 die Pfalz-Meisterschaft.

Am vorletzten Spieltag war dem Eulen-Nachwuchs der Titel nicht mehr zu nehmen. Die Jungs um die beiden erfolgreichsten Torschützen Bastian und Luka Wilbrandt ließen ihrer Freude beim 44:16-Sieg gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam freien Lauf und genossen den Titeltriumph.

„Mit dieser Meisterschaft hatten wir nicht gerechnet. Schon vor zwei Jahren ist es mit dieser Mannschaft in der E-Jugend nicht gelungen“, sagte Trainer Axel Wilbrandt. Zwar war seine Mannschaft mit sieben Spielen ohne Niederlage erfolgreich in die Saison gestartet, aber nach der Niederlage beim TV Kirrweiler fiel die Mannschaft in ein Loch. In den darauf folgenden Partien beim TV Hochdorf (35:33) und bei der SG Assenheim/ Dannstadt/Mutterstadt (29:28) gab es zwar zwei knappe Siege, aber die Mannschaft tat sich gegen die Konkurrenz schwerer als erwartet. „Da waren wir nicht konstant genug, dazu haben sich unsere Gegner immer besser auf unsere Spielweise eingestellt“, meinte Wilbrandt.

Dreh- und Angelpunkt der TSG-Sieben waren Bastian (153) und Luka Wilbrandt (117), die zusammen mit Marlon Kerth (67) allein über 60 Prozent (337) aller TSG-Tore in der laufenden Spielzeit erzielt hatten. Eine Vielzahl von Talenten sieht Wilbrandt beim TSG-Nachwuchs heranreifen. Neben Kreisläufer Alessandro Ricco, Marlon Kerth zählen auch Nils Mader, Niklas Schwarz und Torhüter Kevin Wagner zum Kreis der Akteure, die einen weiteren Entwicklungsschritt vollzogen haben. So lobte er den hohen Trainingsfleiß, aber auch die vorbildliche Leidenschaft seines 13-köpfigen Kaders zum Handball. „Entscheidend ist, dass sich jeder Spieler bei uns weiter entwickelt“, betont Wilbrandt und hebt auch das Engagement von TSG-Jugendkoordinator Martin Röhrig hervor. Dreimal wöchentlich stehen die Jungs in der Halle, dazu kommen noch Trainingseinheiten im Stützpunkt des Pfälzischen Handballverbandes, an dem auch ein Teil der Meistermannschaft teilnimmt.

Den Höhepunkt erlebten die Jugendlichen des Jahrgangs 2000/2001 bei der Mini-WM in Hannover, wo die TSG das Land Tunesien vertrat und Vierter wurde. Darüber hinaus wurde Bastian Wilbrandt vor 800 Zuschauern als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet. Jetzt steht die Mannschaft vor einem Umbruch. Der ältere Jahrgang 2000 wechselt in die C-Jugend, wo Martin Röhrig künftig das Sagen hat, während die D-Jugend künftig vom Trainerduo Niklas Dreyer und Carsten Mischler geführt wird. Für den früheren Juniorennationalspieler Wilbrandt war es die zweite Meisterschaft mit der TSG-Jugend – und vorerst die letzte. Der zweifache Familienvater nimmt nach sieben Jahren als Nachwuchscoach eine Auszeit vom Jugendhandball und wird künftig den Spielen „seiner Jungs“ von der Tribüne aus zuschauen.


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