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Friesenheim greift nach dem Titel

Handball: Die B-Junioren der TSG stehen in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Morgen trifft das Team von Trainer Frank Herbert auf die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen. Die TSG ist nicht Favorit, doch als Außenseiter sorgte die Mannschaft bisher für einige Überraschungen.

Philipp Bauer (Mitte) ist eine der Stützen im Team der TSG Friesenheim. FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN. Drei Jahre, nachdem die A-Junioren der TSG Friesenheim Deutscher Handball-Vizemeister geworden waren, steht der Nachwuchs des pfälzischen Zweitligisten wieder in der Endrunde der besten vier Mannschaften Deutschlands. Die männliche B-Jugend von Trainer Frank Herbert schaffte sensationell den Sprung ins Halbfinale und trifft dort auf die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen (Samstag, 15 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen). Das Finalturnier findet in Berlin statt.

„Wir gehen ohne Druck in die beiden Partien und wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Das war bisher unsere Devise. Diese wollen wir auch in Berlin beibehalten“ sagt Herbert. „Die Endrunde ist für uns nochmals ein hartes Stück Arbeit, die wir gerne annehmen“, meint Herbert zu den Chancen seiner Jungs: „Wir sind jetzt unter den letzten Vier und das kann uns keiner mehr nehmen.“

Dennoch kommt für den engagierten B-Lizenzinhaber die Qualifikation ein wenig überraschend. „Unser Ziel war zunächst die Meisterschaft in der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar und damit die Teilnahme an der DM-Vorrunde. Alles darüber hinaus wäre auch ein wenig übertrieben gewesen“, meinte der 47 Jahre alte Diplom-Verwaltungswirt rückblickend. Immerhin traf man mit der SG Pforzheim-Eutingen und der SG Solingen/ BHC auf zwei Mannschaften, die sich selbst die Favoritenrolle zuschoben. „Wir waren zunächst klarer Außenseiter“, sagt Herbert. Seine Mannschaft nahm diese Rolle an. Sie lag ihr. Nach vier Spielen und 7:1 Punkten gehörte die TSG neben dem SC Magdeburg zu jenen Mannschaften, die sich ohne Niederlage in der DM-Vorrunde für das Finalturnier in Berlin qualifizierten. „Die Mannschaft hat in den letzten Monaten sehr diszipliniert gearbeitet und ist meist hochkonzentriert aufgetreten“, lobte Herbert seinen 16-köpfigen Kader des Jahrgangs 1996/97.

Dabei übernahm der frühere Regionalliga-Spieler erst zum Saisonbeginn als Nachfolger von Jugendkoordinator Martin Röhrig, der die A-Jugend in der Bundesliga coachte, die Mannschaft. Großen Wert legte Herbert auf die Defensive. „Das war sowohl in den Schlüsselspielen in der Liga als auch in der DM-Vorrunde unsere Stärke“, sagt Herbert. Auch in der Offensive überzeugte die TSG mit ihrem variablen Angriffsspiel und ließ der Konkurrenz meist keine Chance. „Die Mannschaft hat als Kollektiv überzeugt“, betont Herbert. Sie steckte auch den langen Ausfall von Jugendnationalspieler Dominik Claus letztlich gut weg.

Besonders in der Fremde überzeugte Friesenheim und verlor diese Saison noch kein Spiel. Nur vor heimischer Kulisse gab es in der Liga gegen den SV 64 Zweibrücken eine 31:33-Niederlage. Die Meisterschaft und die damit verbundene DM-Qualifikation hing somit bis zuletzt am seidenen Faden. Am 6. April kam es dann zum entscheidenden Spiel gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Spitzenreiter HG Saarlouis. Der direkte Konkurrent um die Meisterschaft wurde im voll besetzten TSG-Sportzentrum letztlich klar besiegt – es war die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft.

Der TSG-Kader in Berlin: Jan Keller, Hendrik Bachmann, Matthias Zoller, Jan Willner, Robin Eberle, Dominik Claus, Lukas Schüßler, Alexander Falk, Adrian Wenner, Emanuel Novo, Philipp Bauer, Dominic Hopp, Julius Herbert, Patrick Maier, Oliver Zeller.

Noch Fragen?

Samstag, 8. Juni
12:30 Uhr: Halbfinale I: Füchse Berlin – SC Magdeburg, Halbfinale II: TSG Friesenheim – HSG Dutenhofen-Münchholzhausen
Sonntag, 9. Juni
11 Uhr: Spiel um Platz 3
13 Uhr: Finale.


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