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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Eulen machen es spannend

Im Angriff eine Augenweide - Christian Klimek durchsetzungsstark und präzise im Abschluss - Foto: Reis

(gek) Puh! Das ist gerade noch einmal gutgegangen für die Ballwerfer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Im letzten Heimspiel der Saison gelang der Formation von Thomas König vier Tage nach dem 36:33 über den Meister Bergischer HC ein knapper 29:28-Erfolg über Neuling SV Henstedt-Ulzburg. Es waren über weite Strecken zerfahrene 60 Minuten, in denen die abstiegsgefährdeten Norddeutschen kämpferisch alles in Waagschale warfen und in der Schlusssekunde durch Julian Lauenroth noch die Möglichkeit zum Ausgleich hatten. Sein Wurf aber landete am Querbalken und nicht im Eulen-Kasten, was den Pfälzern zwei Punkte und Rang neun einbrachte.

Es war kein unverdienter Sieg der Rothemden, die es freilich in beiden Halbzeiten nach jeweiliger 4-Tore-Führung versäumten, nachzulegen und ihre spielerischen Vorteile und höhere individuelle Qualität markanter einzubringen. Stattdessen gab es immer wieder schwache, mitunter schlecht vorbereitete Würfe und Fehler bereits im Aufbau, die die "Frogs" zu einfachen Toren nutzen konnten. Für das Team von Tobias Skerka geht am kommenden Samstag das Fernduell mit Leutershausen in die finalen 60 Minuten. Während der SVHU Erstligaaufsteiger Eisenach zu Gast hat, empfängt die SGL die HSG Nordhorn-Lingen. Reisen müssen auch die König-Schützlinge zum Rundenabschluss, es geht zur Eintracht nach Hildesheim.

Alles Gute für die Zukunft: Ognjen Backovic ist verabschiedet und Benjamin Matschke hat die Zeremonie noch vor sich. Philipp Grimm und Andrej Kogut bieten den beiden "Flankenschutz". - Foto: Reis

Nach der Partie wurde auf Seiten der Eulen ein Trio verabschiedet. Geschäftsführer Werner Fischer, Uli Spettmann von der sportlichen Leitung und Trainer Thomas König sagten Ognjen Backovič, Arni Thor Sigtryggsson und Benjamin Matschke servus. Während Ognjen Backovič noch auf der Suche nach einem neuen Klub ist, wechselt Arni Thor Sigtryggsson zum EHV Aue. Benjamin Matschke musste aus gesundheitlichen Gründen leider seine Karriere beenden. Seit Ende Januar dieses Jahres ist der langjährige Kapitän der Eulen Coach beim TV Hochdorf, nachdem der Drittligist Michael Pfeil entlassen hatte. Ursprünglich war geplant, dass Benjamin Matschke erst zur kommenden Saison sein Traineramt antreten sollte.

Niklas Schwenzer zwingt Jan Peveling zu einer starken Parade - Foto: Reis

Zur Partie: Jan Lasse Kohnagel gelang in der Anfangsphase ein Doppelpack und unterstrich damit, dass die Gäste aufs Punkten aus waren. Es dauerte gut vier Minuten, ehe die Eulen-Fans erstmals jubeln konnten. Einen Pass von Andrej Kogut nahm Christian Klimek auf und netzte gegen Stephan Hampel ein. Auf Seiten des Aufsteigers machte es Tim Völzke seinem Kollegen nach und traf ebenfalls zweimal in Folge. Mit einem 6:0-Lauf drehten Philipp Grimm & Co in den nächsten Minuten die Begegnung, aber die erste 4-Tore-Differenz weckte die Gäste richtig auf. Die starteten eine Aufholjagd, stellten durch Tim Völzke den 9:9-Gleichstand her und gingen durch Tim-Philip Jurgeleit, der einen Gegenstoß erfolgreich abschloss, sogar wieder in Führung. Aus einem schier unmöglichen Winkel gelang Philipp Grimm nach 19 Minuten das 11:11, dem Stephan Just das 12:11 folgen ließ. Rasmus Gersch und Tim Völzke verfehlten das von Maximilian Bender gehütete Tor, was auf der Gegenseite erst Christian Klimek nutzte und danach auch Ognjen Backovič. Nun ging im Angriff der TSG nichts mehr und Fehlwürfe wie auch Fehlpässe verhalfen dem Gast zu leichten Ballgewinnen. Lars-Uwe Lang und Tim Völzke mit seinem 4. Treffer verkürzten bis zur Halbzeit auf 14:13.

Trikottest bei Jan Lasse Kohnagel und Jens Thönebohm durch Erik Schmidt und Ognjen Backovic - Foto: Reis

Für die TSG-Anhänger blieb der Vergleich auch im zweiten Durchgang ein Geduldsspiel, wobei sich die Partie am Ende dramatisch zuspitzen sollte. Nach einer Dreiviertelstunde lautete der Zwischenstand 21:21, das Match auch zu diesem Zeitpunkt völlig offen. Dann markierte die König-Auswahl durch Stephan Just, Philipp Grimms Konter, Jan Claussen und Arni Thor Sigtryggssons Gegenstoß vier Goals hintereinander, was die Hoffnung auf Seiten der Eulen schürte, den Sack nun endgültig zuzumachen. Die Gäste aber, die in der Folge einen Grimm-Treffer in doppelter Unterzahl zu verkraften hatten, gaben sich nicht auf. Der Rückstand verkürzte sich, und als Maik Makowka über sein drittes Tor zum 29:28 jubeln konnte, waren noch gut eineinhalb Minuten zu spielen. Nach der Auszeit landete ein Kossler-Geschoss im Aus, was die Skerka-Equipe wieder in Ballbesitz brachte. Die Chance zum Ausgleich hatte nun Tim Völzke und der Rechtshänder hatte Pech - vom Pfosten prallte der Ball ins Feld zurück. Im folgenden Angriff entwickelte sich eine 2:1-Überzahl für die TSG, Stephan Just nahm sich schließlich den Wurf und der gute Jan Peveling parierte. Und in der Schlusssekunde besiegelte der nächste Holztreffer die Niederlage für die "Frogs", auch Julian Lauenroth war das Abschlussglück nicht hold.

"Man hat gesehen, dass es für Henstedt-Ulzburg um alles geht", urteilte der vierfache Torschütze Felix Kossler. "Die Norddeutschen haben gekämpft, kamen aber oft ins Zeitsspiel, weil ihnen spielerisch nur wenig eingefallen ist. Obwohl wir insgesamt die bessere Mannschaft waren, fehlte uns bei den deutlicheren Spielständen die Konsequenz. Aus diesem Grund blieb das Spiel bis zum Ende knapp."

Die Statistik:

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Bender, Gieger; Grimm (8/3), Kogut (4), Backovič (1), Kraushaar, Fritsch, Sigtryggsson (3), Just (3), Claussen (2), Schwenzer, Schmidt, Kossler (4), Klimek (4); Trainer: Thomas König

SV Henstedt-Ulzburg: Peveling, Hampel; Bastian, Pries, Kibat, Makowka (3), Kohnagel (3), Lang (2), Gersch (4/2), Lauenroth (4), Völzke (7), Wrage (1), Jurgeleit (4), Thöneböhn; Trainer: Tobias Skerka

SR: Thomas Hörath (Zirndorf) & Timo Hofmann (Bamberg) ◊ Zuschauer: 1040 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 8:10, Schmidt (13.), Klimek (36.), Claussen (50.), Just (51.) – Kibat (22. und 48.), Pries (25.), Lang (28. und 48.) ◊ Siebenmeter: 4/3: 2/2, Grimm scheitert an Peveling (25.) ◊ Team-Time-out: 29:51, 54:35 und 58:48 – 10:51, 49:03 und 59:26

Spielfilm: 2:3 (6.), 8:4 (12.), 9:10 (18.), 11:11 (20.), 14:11 (23.), 14:13 (HZ) – 17:15 (35.), 19:18 (41.), 21:21 (46.), 25:21 (49.), 27:26 (56.), 29:28 (EN)