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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim sagt tschüss und danke

(gek) Eine Menge Erfahrung und Routine verlässt die TSG Ludwigshafen-Friesenheim am Ende der Saison. Für ihre sportliche Zukunft als Spieler und Trainer wünschen wir dem Quartett alles Gute, ebenso für ihre private. Und viel Glück bei allem, was kommt.

Wenn Hallensprecher Thomas Repp mit dröhnender Stimme "Baaaatschkoooo" ins Mikrophon schmetterte, dann hatte Ognjen Backovič wieder mal ins Schwarze getroffen. Insgesamt 130 Treffer markierte der slowenische Nationalspieler, der im Sommer 2011 zu den Eulen gekommen war, in seiner ersten Saison, in der er 30 Punktspiele bestritt. Von seiner internationalen Erfahrung profitierten in der Abwehr Nebenleute wie beispielsweise Alexander Becker, Christian Klimek und Erik Schmidt.

Heuer hatte der zweifache Familienvater richtig Pech. Im fünften Match, Gegner war Anfang Oktober 2012 die HSG Nordhorn-Lingen, erlitt der 1, 96 Meter große Rückraumspieler einen Riss der Achillessehne. Nach einer fast 34-wöchigen Pause gab Ognjen in Saarlouis sein sportliches Comeback und wird am Rundenende auf gerade einmal neun Einsätze gekommen sein. Nun sucht der 33-Jährige sein handballerisches Glück bei einem anderen Klub. Mach´s gut, "Batschko"!

Linkshänder sind im Handball bekanntermaßen gefragte Leute. Als im vergangenen Jahr ein Ersatz für Mindaugas Veta zu suchen war, wurde die TSG schließlich in Arni Thor Sigtryggsson fündig. Ein paar Daten des Isländers: 1,94 Meter groß, 96 kg schwer, 28 Jahre, vier Länderspiele.

In dieser Runde war Arni in 32 von 35 Spielen mit dabei und warf 115 Tore. Von seiner Spielstärke konnte man sich am letzten Mittwoch ein Bild machen, Arni glänzte gegen den BHC mit tollem, übersichtlichem Passspiel. Den Mann mit der Nummer 15 werden wir in der kommenden Runde wiedersehen - im Trikot des EHV Aue, wo er künftig mit seinem Bruder Runar, der beim Neuling Trainer ist, wieder zusammenarbeiten wird, wie schon zuvor beim isländischen Spitzenklub AK Akureyri. Takk, Arni!

Seine sportliche Lieblingsbeschäftigung ist fraglos das Ballern. Wenn Cornelius Maas auf der Platte steht, kennt er nur eines - den Vorwärtsgang. "Nickel", der noch beim TV Großwallstadt unter Vertrag steht, erhielt Ende November 2012 ein Zweitspielrecht für die Eulen. Stephan Just, selbst erst nur wenige Wochen bei der TSG, hatte sich verletzt und war nach Ognjen Backovič und Benjamin Matschke bereits der dritte Schlüsselspieler, der Trainer Thomas König nicht mehr zur Verfügung stand.

Im Match gegen den Bergischen HC war Cornelius ein 12. und letztes Mal für die TSG auf dem Parkett unterwegs und netzte zweimal ein. 58 Tore hatte der gebürtige Augsburger zuvor erzielt, was einen beachtlichen Schnitt von fünf Toren pro Spiel ergibt. 13 Punkte betrug letztlich die Ausbeute in Begegnungen mit Beteiligung des Juniorenweltmeisters von 2011. "Cornelius war die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt", bemerkt TSG-Torwart Kevin Klier. "Er hat sich super in die Mannschaft integriert und hatte entscheidenden Anteil an Siegen wie zum Beispiel beim BHC und in Leipzig." In der kommenden Spielzeit wird Cornelius Maas für den TV Neuhausen/Erms am Ball sein. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Wenn das Karriereende durch eine Verletzung bestimmt wird, ist das nun wirklich keine schöne Sache. Besonders bitter und mit einer gewissen Tragik verbunden ist es dann, wenn man sich nach einer schweren Verletzung wieder heran gearbeitet hat, das Comeback gibt und nur wenig später einem das Gleiche ein weiteres Mal passiert. Das geschah Benjamin Matschke - erster Kreuzbandriss in Saarlouis im November 2011 und ein zweiter gegen Leipzig im September des letzten Jahres.

"Ben", der erst in der B-Jugend mit dem Handballspielen begann und in der Saison 2004/05 beim VfL Pfullingen per Zweitspielrecht zum ersten Mal Erstligaluft schnupperte, stieß 2007 zur TSG und gehörte in dieser Saison bei den Pfälzern - zusammen mit Philipp Grimm und Kevin Klier - zu den dienstältesten Spielern.

Mit Trainer Thomas König hat der ausgebildete Pädagoge schon in Weinsberg drei Spielzeiten lang zusammengearbeitet. Dort, in Weinsberg, begann auch seine Handballkarriere, die ihn über den TV Kornwestheim und den Fusionsverein HBR Ludwigsburg schließlich zu den Eulen führte. Seine wohl beste Spielzeit war die Aufstiegssaison 2009/10, in der er als Kapitän alle Spiele bestritt und mit 190 Treffern den 7. Platz in der Torjägerliste belegte. Seine Spielweise war von Dynamik geprägt, sein Spielverständnis exzellent und das Suchen der 1-gegen-1-Situation war für ihn eine stete Herausforderung. Gerne hätten wir den lebensfrohen, immer zu Späßen aufgelegten Rechtshänder länger im roten Dress gesehen, der 139 Spiele für die Eulen absolvierte und 478 Tore warf. Es hat einfach nicht sollen sein. Glückauf in Hochdorf, Ben!