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- Mannheimer Morgen

Just: Besser geht es nicht

Friesenheim. Kaum angekommen und schon ein richtiger Held: Stephan Just wechselte erst in der vergangenen Woche zum Handball-Zweitligisten TSG Friesenheim und erzielte beim überraschenden 26:23-Sieg über den da noch amtierenden Spitzenreiter TV Emsdetten satte acht Treffer. Keine Frage: Besser hätte der Einstand nicht laufen können. Und auch Trainer Thomas König ist froh, dass die Eulen nach den vielen Verletzungen den zuvor vertragslosen 33-jährigen Routinier an Land zogen.

Herr Just, das war ein Einstand nach Maß gegen Emsdetten, oder?
Stephan Just: Das kann man so sagen. Ich habe mich hier von Anfang an sehr wohl gefühlt, bin von meinen Mitspielern sofort gut aufgenommen worden und habe überhaupt nichts zu bemängeln. Nach meiner ziemlich langen Spielpause war das für mich natürlich ein Einstand, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann.

Wie sehen Sie Ihre Rolle bei der TSG?
Just: Der Friesenheimer Kader ist eine gesunde Mischung von Alt und Jung. Da sind ein paar außergewöhnliche Nachwuchsspieler dabei, die ihren Weg machen werden. Die haben Potenzial und ein dynamisches Auftreten - da macht es richtig Spaß, dabei zu sein. Mit meiner Erfahrung, die im Handball ja sehr wichtig ist, kann ich den jungen Spielern sicherlich helfen - vielleicht auch unserem Trainer Thomas König, wenn er irgendeine Unterstützung brauchen sollte.

Wie haben Sie sich nach Ihrem Vertragsende beim Bundesligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke konditionell fit gehalten?
Just: Ich wohne mit meiner Frau in Minden und da lag es nahe, dass ich mich in der Reserve von GWD Minden fit halte. Ich habe ja auchlange bei GWD gespielt. Mit meinen 33 Jahren fühle ich mich so gut, dass ich noch zwei, drei Jahre auf hohem Niveau spielen kann. In Friesenheim habe ich nun einen Verein mit einem guten Niveau und einem tollen Umfeld gefunden.

Ihre Frau lebt und arbeitet in Minden, Sie selbst sind in Ludwigshafen auf der Suche nach einer Wohnung. Wie werden Sie in den nächsten Monaten Ihr Privatleben organisieren?
Just: Unser Geschäftsführer Werner Fischer hilft mir bei der Wohnungssuche und dann wird sehr schnell alles ziemlich einfach: Zu einigen Heimspielen wird meine Frau für ein paar Tage mit der Bahn oder mit dem Auto anreisen. Das ist eine Wegstrecke von etwa vier Stunden. Aber meine Frau bleibt in Minden wohnen, denn ich möchte auf keinen Fall, dass sie meinetwegen ihren Arbeitsplatz und ihr gewohntes Umfeld aufgibt. Vorerst habe ich bei der TSG Friesenheim ja auch nur einen Vertrag bis zum Saisonende. Was dann kommt, werden wir sehen.

Friesenheims Trainer Thomas König nennt Sie einen Allrounder. Gegen Emsdetten spielten Sie im linken, im rechten und im zentralen Rückraum und gelegentlich sogar am Kreis. Kurzum: Sie waren fast überall auf dem Feld zu finden. Gibt es für Sie eine Lieblingsposition?
Just: Nein, ich spiele da, wo es der Trainer für richtig hält. Wenn man wie ich so lange im Handball-Geschäft ist, kann man im Spiel viele Positionen einnehmen. Ich habe einmal sogar für ein paar Minuten im Tor spielen müssen, weil unsere beiden Torhüter nicht eingesetzt werden konnten - und dann sogar einen Ball gehalten.