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Junge Eulen mit Rückenwind

Handball: Nachwuchsspieler der TSG Ludwigshafen-Friesenheim überzeugen beim Sieg gegen Bundesliga-Absteiger Hüttenberg

Jung, dynamisch, erfolgreich: Friesenheims Christian Klimek beim Torwurf. FOTO:KUNZ-HARTMANN

LUDWIGSHAFEN. Diesen Handballabend werden Spieler, Trainer und Fans der TSG Ludwigshafen-Friesenheim nicht so schnell vergessen. Die teilweise euphorisch aufspielenden „Eulen” zeigten sich in Galaform, fegten am Samstagabend den chancenlosen Bundesliga-Absteiger TV Hüttenberg mit 30:21(12:10) vom Parkett. Knapp 1200 Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle waren aus dem Häuschen.

Noch im Pokalspiel Ende August hatte die Mannschaft von Thomas König gegen die Mittelhessen mit 23:33 klar den Kürzeren gezogen. Diesmal drehten die taktisch wie kämpferisch bestens eingestellten Rothemden den Spieß um. Es war ein großartiger Sieg im Kollektiv einer hoch motivierten Truppe, der man den Spaß in ihren Aktionen deutlich anmerkte. Den Grundstein zum Erfolg legten die Gastgeber mit einer entschlossenen Abwehrarbeit.

Allen voran die junge Garde um Christian Klimek (22), Erik Schmidt (19) und Christopher Klee (19) leistete Sensationelles vor dem wieder überragenden Torwart Kevin Klier. „Das war unsere bisher beste Abwehrleistung. Die gleichen Spieler haben uns im Pokal noch große Probleme bereitet. Wir haben diesmal sehr gut gestanden und den Angreifern das Leben schwer gemacht”, bemerkte Erik Schmidt. Auch der zwei Mal im Angriff erfolgreiche Abwehrhüne Christopher Klee geriet ins Schwärmen: „Von Spiel zu Spiel verbessern wir uns in der Abwehr. Der Zusammenhalt in der Truppe ist groß. Das merken auch die Fans. Nur so kann man solche Spiele gewinnen.”

Der Dritte im Bunde des „Trio-Infernale”, Kreisläufer Christian Klimek, genoss im Kreise seiner Familie den Triumph: „Das sind solche Momente, warum ich Handball und das so gerne in Friesenheim spiele. Unsere Arbeit trägt immer mehr Früchte. Und wir werden noch besser.”

Nutznießer dieses hoch aufgeschossenen Abwehr-Bollwerkes ist Torwart Kevin Klier. Wenn es doch mal ein Durchkommen für die Gäste gab, fanden die TVH-Angreifer in Klier (20 Paraden) ihren Meister. „Es war ein cleverer Schachzug, mit dieser Abwehrformation zu spielen. Unsere Jungen werden uns noch viel Freude bereiten”, lobte der Kapitän.

Richtig happy nach sieben Monaten Spielpause zeigte sich Linkshänder Felix Kossler. Ursprünglich angedacht war ein Kurzeinsatz auf Rechtsaußen. Letztendlich warf Coach Thomas König Kossler auf Halbrechts ins kalte Wasser. „Der Trainer hat mich mit diesem Einsatz doch etwas überrascht. Letztendlich ist es sehr gut für mich gelaufen”, gestand Kossler. Unter anderem sorgte der flinke Felix nach 30 Sekunden für die erste TSG-Führung. Die Basis für den vierten Heimerfolg war gelegt. „Wir müssen wieder zu einer richtigen Heimmacht werden. Mit solchen Spielen können wir Euphorie im Umfeld der Eulen auslösen”, wünscht sich Kossler eine lange Erfolgsserie.

Richtig ins Schwärmen kam nach zwei Urlaubspause Hallensprecher Thomas Repp. Der sympathische Profi am Mikrofon sprach den Fans aus dem Herzen: „Das macht richtig Spaß, Jungs. Ein Tor ist schöner als das andere.”

Sichtlich genossen hat den Abend auch der langjährige Lukom-Chef und „Eulen”-Gesellschafter Ulrich Gaißmayer. Der seit zweieinhalb Jahren wieder in Essen lebende Gaißmayer schwärmte im VIP-Raum an der Seite von Geschäftsführer Werner Fischer in vollen Zügen: „Ein tolles Handballspieler einer klasse aufspielenden TSG-Mannschaft. Ich sehe hier gut Perspektiven. Trainer, Mannschaft und Management leisten erfolgreiche Arbeit.”