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- Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Tusem mit Respekt nach Friesenheim

Der Blick auf die Tabelle der 2.Handball-Bundesliga könnte vor der Partie am Sonntag zwischen TSG Friesenheim und Tusem (17 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle) durchaus zu falschen Schlüssen führen. Die Gastgeber schweben auf Rang 15 in Abstiegsgefahr, die Gäste aus Essen liegen auf Rang vier nur einen Punkt hinter den Aufstiegsplätzen. Also eine relativ klare Angelegenheit? Nicht für Tusem-Trainer Maik Handschke, der sich nicht beirren lässt und nachdrücklich betont: „Friesenheim hat eine gute Truppe.“

Die Tabelle lügt bekanntlich ja nicht. Doch Tatsache ist auch, dass „die Eulen“ aus der Pfalz nach dem Abstieg aus der 1.Bundesliga einen personellen Umbruch eingeleitet haben, der jedoch von zahlreichen Verletzungen beeinträchtigt worden ist. Diese misslichen Zeiten sind jedoch vorbei, der Kader ist wieder nahezu komplett. Der Rückraum ist mit Backovic, Kogut und Veta erstklassig besetzt. Hinzu kommt Junioren-Nationalspieler Alexander Becker am Kreis. Und dass die Flügelspieler Philipp Grimm und Felix Kossler die interne Torjäger-Liste anführen, weist auf eine beachtliche Friesenheimer Offensivkraft hin.

Natürlich hat Handschke seine Spieler darauf vorbereitet. „Aber in der Abwehr haben wir bislang die wenigsten Probleme gehabt.“ Deshalb wird es ebenso wichtig sein, dass seine Mannschaft im Angriff die richtige Linie findet und die nötige Konsequenz im Abschluss zeigt. „Wir spielen unsere Chancen ja oft gut heraus, aber wir dann müssen die 100prozentigen auch rein machen“, fordert Handschke. Am vergangenen Wochenende beim knappen 31:29-Sieg am Hallo über Saarlouis gelang das nicht immer, so dass der Tusem unter Druck geriet. Erst als sich die Erfolgsquote beim Torewerfen besserte, bekamen die Essener den Gegner wieder in den Griff.

Bereits seit Wochen plagt Simon Ciupinski eine Zerrung im Adduktoren-Bereich. Er hat die Woche über nicht trainiert, so dass Handschke wohl auf ihn verzichten wird. Kein Risiko. Zumal der flinke Ciupinski ohnehin wirkungsvoller ist gegen eine offensivere Deckungstaktik als die bevorzugte der TSG. Für ihn könnte Youngster Julius Kühn (19) Einsatzzeiten bekommen.