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- Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Tusem: Geteilte Freude

Das gab’s in dieser Saison auch noch nicht. Bisher hatte der Tusem in fremden Hallen das Parkett entweder als Sieger (fünfmal) oder als Verlierer (sechsmal) verlassen. Am frühen Sonntagabend fügten die Essener der Auswärtsbilanz die erste Punkteteilung hinzu.

Was dieser Punkt wert sein kann, wird erst die Endabrechnung im Mai zeigen. Gestern war das Unentschieden vor allen Dingen eines: ärgerlich. Denn nachdem Pavel Prokopec elf Sekunden vor dem Abpfiff einen Strafwurf zur 25:24-Führung für den Tusem verwandelt hatte, schien ein Sieg zum Greifen nah. Praktisch mit dem Schlusspfiff ließ Freisenheims Felix Kossler ebenfalls per Siebenmeter diesen Traum mit seinem insgesamt sechsten Treffer wie eine Seifenblase zerplatzen.

„Nicht nur die Schlussphase war sehr spannend, das ganze Spiel war aufreibend. Es wurde um jeden Millimeter gefightet. Natürlich wären zwei Punkte schöner gewesen, aber wir hätten auch gar nichts haben können. Wir haben einen Punkt gewonnen“, erklärte Tusem-Trainer Maik Handschke. Diese Leistung müsse man erst einmal bringen. Neuzugang Julius Kühn bekam in der ersten Halbzeit seine Spielanteile. Nach der Pause spielte Niclas Pieczkowski vorwiegend im linken Rückraum. „Handball ist ein Mannschaftssport. Es spielt der, der uns am meisten weiterhelfen kann“, betont Maik Handschke. Und Pieczkowski sei – so der Tusem-Coach – wie auch Pavel Prokopec gut drauf gewesen.

Wenn die Essener das Video vom Spiel anschauen werden, dürfte Spielern wie Trainer eine Tatsache bitter aufstoßen. Drei Essener ließen jeweils einen Strafwurf aus. „Natürlich ist das kritisch, aber es macht ja keiner mit Absicht. Die Schützen stehen unter immensen Druck. So etwas passiert, zumal wenn einem in Kevin Klier ein erstliga-erfahrener Torwart gegenübersteht. Aber auch das wird besser werden“, so Handschke.

TSG Friesenheim - Tusem 25:25 (13:12)

Friesenheim: Klier, Bender; Dumitru, Grimm, (3), Kogut (4), Backovic (7), Bühler (1), Hauk (1), Claussen (1), Becker (2), Kossler (6/2), Klimek.

Tusem: Kulhanek, Bliß; Krüger, Keller, Kühn (1/1), Pöter (3), Trodler, Pieczkowski (6), Seidel (1), Lindt (5/1), Rahmel (4/1), Prokopec (3/2), Kropp (2).

Schiedsrichter: Hörath/Hofmann (Eibracht/Helmbrechts); Zuschauer: 1410.

Zeitstrafen: Friesenheim 3 – Tusem 3.

Siebenmeter: Friesenheim 2/2 – Tusem 8/5.

„Spielfilm“: 1:0 (1.), 2:3 (5.), 8:5 (15.), 9:9 (20.), 23:10 (27.), 13:12 (Halbzeit), 13:14 (38.), 16:18 (46.), 19:21 (51.), 21:23 (55.), 25´:23 (58.), 24:25 (60.), 25:25 (60.).