Die Eulen Ludwigshafen

Logo Die Eulen Ludwigshafen Gemeinsam alles geben DKB Handball Bundesliga
- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

TSG gegen TuSEM - klasse Spiel, gerechtes Remis

TSG jubelt: Felix Kossler war nach dem 25:25-Ausgleichstreffer ein gefragter Mann - Foto: Reis

(gek) "Das war beste Werbung für den Handball", schwärmte Felix Kossler nach dem Match der TSG Ludwigshafen-Friesenheim gegen den Rangvierten TuSEM Essen. Der 24-jährige Linkshänder sorgte mit seinem verwandelten Siebenmeter nach der Schlusssirene dafür, dass sich der 60-minütige kämpferische Einsatz der Rothemden gelohnt hatte. Das 25:25 (13:12) gegen eine starke TuSEM-Truppe war am Ende ein gerechtes Resultat. Die über 1 400 Zuschauer fanden die Partie gleichfalls großartig, machten mächtig Stimmung und trugen so ihren Teil zu einem außerordentlich guten Handballspiel bei. "Das war eine super geile Atmosphäre", zeigte sich Ognjen Backovič begeistert. "Ich hoffe, dass wir in dieser Runde noch viele Spiele mit so vielen Zuschauern erleben werden. " Im Pressegespräch äußerten sich auch beide Trainer zufrieden über die Punkteteilung.

Das erste Tor der Begegnung erzielte Felix Kossler, der einen Strafwurf gegen Jan Kulhanek verwandelte, nachdem zuvor Steffen Bühler gefoult worden war. In einer ausgeglichenen Anfangsphase glich Niclas Pieczkowski erstmals aus. Philipp Grimm brachte seine Farben nach vorne, und Pavel Prokopec stellte den zweiten Gleichstand her. Nach Grimms Heber zum 3:3 nutzte die TSG ein missglücktes Anspiel zu André Kropp zum 4:3, Andrej Kogut netzt ein. Im Anschluss parierte auf der Gegenseite Kevin Klier, der im ersten Durchgang der beste Mann auf der Platte war, einen Siebenmeter von Essens Neuzugang Julius Kühn. Ein Raunen ging durch die Halle, als Andrej Kogut die Kugel zum 6:4 in den Winkel setzte. Frenetischer Beifall brandete auf, nachdem Kevin Klier einen Gegenstoß von Ole Rahmel entschärft hatte, 7:4 führte das Ensemble von Thomas König zu diesem Zeitpunkt. Essen, das seine Angriffe lange ausspielte, kam in der 20. Minute zum erneuten Ausgleich, Konterspezialist Ole Rahmel traf zum 9:9. Ognjen Backovič, Jan Claussen und Alexander Becker machten daraus in den nächsten Minuten einen 12:9-Zwischenstand. Bis zur Pause verkürzte die Auswahl von Maik Handschke ihren Rückstand aber bis auf ein Tor, und hätte Kevin Klier nicht wenige Sekunden vor der Pause noch einen Konter von Ole Rahmel entschärft, hätte der Halbzeitstand 13:13 geheißen.

Zwei Protagonisten dieser Partie im Duell: Ognjen Backovic und Niclas Pieczkowski - Foto: Reis

Das Kampfspiel setzte sich in den zweiten Hälfte fort. Die TSG ließ bis zur 37. Minute gleich vier Chancen liegen, zeigte aber auch in dieser Phase großen Einsatz, was beispielhaft die Szene verdeutlichte, als Felix Kossler einen Gegenstoß von Ole Rahmel verhinderte. Es war zudem die Phase, in der Jan Kulhanek ein ums andere Mal in den Mittelpunkt rückte. Der Gast unterstrich, warum er die zweitbeste Abwehr der Liga stellt, und ließ bis zur 40. Minute nur einen Gegentreffer zu. Durch den auffälligen Niclas Pieczkowski gerieten die Pfälzer erstmals mit zwei Toren in Rückstand (45.). Die Gäste behielten in den nächsten Minuten ihren Vorteil, aber selbst bei einer doppelten Überzahl, Christian Klimek und Ognjen Backovič saßen Zeitstrafen ab, konnte sich Essen nicht weiter absetzen. Felix Kossler gelang gar in zweifacher Unterzahl der Treffer zum 19:20 (51.). Das Match blieb spannend, und als Hannes Lindt bei eigener Unterzahl per Kempa das 24:22 machte, schien die Handschke-Formation drauf und dran, beide Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen. Die TSG verfiel nicht in Hektik und kam durch Alexander Becker und Ognjen Backovič zum Ausgleich. Die Möglichkeit zur Führung war dann da, nachdem André Kropp an Kevin Klier gescheitert war, aber nach der Auszeit jagte Ognjen Backovič die Kugel übers TuSEM-Gehäuse. Nun waren die Westdeutschen wieder im Vorteil und durften extrem lange ihren letzten Angriff spielen, der mit einem Siebenmeter endete, den Pavel Prokopec zehn Sekunden vor dem Ende im TSG-Kasten unterbrachte. Mit einer schnellen Mitte gelang der Truppe von Thomas König tatsächlich noch ein Anspiel an den Kreis, wo Alexander Becker stand und gefoult wurde. Felix Kossler blieb auch im zweiten Siebenmeter-Duell gegen Jan Kulhanek Sieger und markierte das Endergebnis.

Gebannt verfolgen Andrej Kogut, Paul Trodler, Philipp Pöter und Alexander Becker die Flugbahn des Balles - Foto: Reis

"Das war ein super Spiel, das hat richtig Spaß gemacht ", resümierte Felix Kossler, der verständlicherweise gefeiert wurde. "Unsere Körpersprache war da, auch bei den Rückständen in der zweiten Halbzeit. Wir haben in dieser Phase die Ruhe bewahrt und sind immer drangeblieben. Unsere Abwehr hat heute eine klasse Leistung geboten und der eine Punkt ist ein Erfolg." Philipp Grimm, der Linksaußen der TSG, fand, dass "die Begegnung das erwartete Kampfspiel war. Darüber war sich jeder von uns bewusst und wir haben uns nicht einschüchtern lassen. Jeder Spieler hat eine bemerkenswert gute kämpferische Leistung abgeliefert." Steffen Bühler meinte: "Das war ein Spiel, in dem Geduld gefragt war. Wir mussten lange und konzentriert in der Abwehr spielen, so dass Tempogegenstöße nur punktuell möglich waren. Das Spiel war sehr intensiv und körperbetont. Letztlich ging es um Kleinigkeiten." Ognjen Backovič, der einen guten Tag erwischte hatte, bilanzierte: "Essen hat eine erstklassige Mannschaft. Da darfst du nicht viele Fehler machen. Essen spielt sehr klug, schlau und geduldig im Angriff und wartet auf seine Chance. Das waren heute zwei Mannschaften, die in der Abwehr gut gestanden sind. Am Ende haben wir uns den Punkt verdient, da wir alle gekämpft haben. Wir sind auf einem guten Weg."

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Bender; Grimm (3), Kogut (4), Backovič (7), Bühler (1), Hauk (1), Claussen (1), Becker (2), Kossler (6/2), Klimek

TuSEM Essen: Kulhanek, Bliß; Krüger, Keller, Kühn (1/1), Pöter (3), Trodler, Pieczkowski (6), Seidel (1), Lindt (5/1), Rahmel (4/1), Ciupinski, Prokopec (3/2), Kropp (2)

SR: Thomas Hörath (Eibach) & Timo Hofmann (Helmbrechts) ◊ Zuschauer: 1 410 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 6:6, Kogut (16.), Klimek (49.), Backovič (50.) – Pöter (25.), Trodler (35. und 55.) ◊ Siebenmeter: 2/2 – 8/5, Kühn scheitert an Klier (8.), Lindt wirft übers Tor (25.), Rahmel verliert das Duell gegen Klier (47.) ◊ Team-Time-out: 29:27 und 58:23 – 55:50

Spielfilm: 2:3 (5.), 5:3 (8.), 7:4 (12.), 8:7 (18.), 9:9 (20.), 12:9 (25.), 13:12 (HZ) - 13:14 (35.), 15:15 (41.), 16:18 (45.), 19:21 (51.), 22:23 (55.), 24:24 (58.), 25:25 (Ende)