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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Porträt TV Bittenfeld

(gek) Der erste Heimspielgegner im Jahr 2012 ist mit dem TV Bittenfeld ein gern gesehener Gast in der Friedrich-Ebert-Halle. Am 27. Dezember 2008 startete die Jagdfieber-Kampagne mit einem 31:20-Sieg gegen die Schwaben. Im September des Folgejahres war der TVB der Auftaktgegner zur Aufstiegssaison und nun soll ein möglichst erfolgreiches Jahr mit einem guten Spiel gegen die Mannschaft aus dem Remstal eingeläutet werden. Günter Schweikardt und seine Sieben wollen hingegen den positiven Trend mit vier Siegen in Folge aus dem Vorjahr fortsetzen und sich in der vorderen Tabellenhälfte festsetzen.

Für den Vorjahresvierten der Zweiten Bundesliga Süd setzt sich mit der Qualifikation zur eingleisigen Zweiten Bundesliga eine vorbildliche Erfolgsgeschichte fort, die mit einem Aufstieg aus der Verbandsliga in die Württembergliga in der Saison 1998/1999 begann. Nach einigen Jahren in der Fünftklassigkeit kletterte das Waiblinger Stadtteil-Ensemble seit der Saison 2002/2003 die Ligenleiter bis zur Zweitklassigkeit im Spieljahr 2006/2007 hinauf. Dabei hatte kaum jemand den TV Bittenfeld mit seinen bescheidenen finanziellen Mitteln auf der Rechnung. Sprach man über Handball in Waiblingen, wurde lange Zeit nur der VfL Waiblingen genannt, der Ambitionen an die Zweitklassigkeit anmeldete. Doch eine überragende Aufstiegsrunde im zweiten Regionalligajahr bescherte den Remstälern Aufstieg Nummer vier binnen acht Jahren und somit die Vormachtstellung im Waiblinger Handballkreis. Als Rangsechzehnter sicherte man sich im ersten Zweitliga-Jahr denkbar knapp den Ligaverbleib mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem TV Kirchzell, der am letzten Spieltag von den „Eulen“ in die Regionalliga "geworfen" wurde. In den folgenden Jahren verbesserte sich der TV Bittenfeld in der Tabelle stetig und qualifizierte sich mit dem vierten Platz in der Vorsaison souverän für die eingleisige zweite Bundesliga.

Ein Highlight im Bittenfelder Handball-Kalender sind immer wieder die Ausflüge in die über 6.000 Zuschauer fassende Porsche-Arena in Stuttgart. Neunzehn Heimspiele haben die Remstäler seit der Saison 2006/2007 in der modernen Multifunktionshalle ausgetragen und dabei im Schnitt über fünfeinhalbtausend Zuschauer angezogen. Vergleicht man hierzu die Bittenfelder Gemeindehalle mit einer Kapazität von 1.200 Zuschauern, ist es für Außenstehende immer wieder faszinierend, wie es die Bittenfelder Verantwortliche schaffen, ein derart großes Zuschauerinteresse in der „VfB-Stadt“ Stuttgart zu gewinnen.

Dennoch gibt es auch beim Erfolgsmodell TVB hier und da kleine Schönheitsfehler. Ein Hauptsponsor war beispielsweise seit geraumer Zeit nicht in Sicht und konnte erst Mitte Januar dieses Jahres für die kommende Saison gewonnen werden. Dennoch stellte man ohne finanzielle Probleme eine schlagkräftige Mannschaft zusammen, da es gelang, einen breiten Stamm an kleinen und mittelgroßen Sponsoren zu gewinnen, die das Fehlen eines Hauptsponsors weitestgehend kompensieren konnten. Auch die Ausflüge in die Porsche-Arena mit ihren umfangreichen Hospitality-Möglichkeiten sind sicher kein Nachteil für das TVB-Budget.

Für die kommenden Jahre hat das aktuelle Hallenmodell mit der Gemeindehalle Bittenfeld als Hauptspielort allerdings keine Zukunft mehr. Mangelende Sitzplatzkapazität und sanitäre Anlagen, ein viel zu kleines Foyer, ein improvisierter VIP-Raum und nicht zuletzt auch die verschärften Hallenstandards der HBL zwingen die TVB-Verantwortlichen zum Umdenken. Ein Um- oder Neubau der Gemeindehalle ist vorerst nicht in Sicht, so dass sich die „Wild Boys“ zumindest für die nächsten Jahre aus Bittenfeld verabschieden werden. Ab kommender Saison wird die SCHARRena, eine neu gebaute Halle unter den Zuschauerrängen der „Untertürkheimer Kurve“ in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena, Heimspielort der Bittenfelder sein. Man darf sicher gespannt sein, wie sich die Geschichte des TV Bittenfeld im Stuttgarter Exil zukünftig fortschreiben wird.


Transfers
Gekommen:
Gregor Lorger (BM Ciudad de Logroño/ESP), Michael Seiz (eigene Jugend), Leon Pabst (Neckarsulmer Sport-Union), Mitar Markez (Frisch Auf Göppingen)

Gegangen:
Bastian Rutschmann (FrischAuf Göppingen), Jens Baumbach (Karriereende), David Kramer (SV Remshalden), Ludek Drobek (zweite Mannschaft)

Der Trainer
Günter Schweikardt (geb. 30.10.1948), seit 2009 Trainer des TV Bittenfeld

Internet
www.tvb1898.de