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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Porträt TUSEM Essen

(ste) Der TUSEM Essen ist der dritten Heimspielgegner der Friesenheimer Eulen im Jahr 2012. Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams gab es mächtig was zu feiern für die Eulen. Der TUSEM war der letzte Gegner der Eulen in der Aufstiegssaison 2009/2010. Das Spiel, welches fast zur Nebensache geriet, endete mit 38:35 für die TSG. Für die Handballer aus dem Essener Stadtteil Margarethenhöhe endete die damalige Saison als Bundesliga-Absteiger mit einem enttäuschenden fünfzehnten Tabellenplatz. Es war eine Saison im Zeichen des Neuanfangs, nachdem dem Deutschen Meister der Jahre 1986, 1987 und 1989 zum zweiten Mal binnen weniger Jahre die Lizenz entzogen worden war. Mittlerweile steht fest, dass der Neuanfang gelungen ist. Mit einer jungen Mannschaft liegt der TUSEM auf dem vierten Tabellenplatz mit Tuchfühlung auf die Aufstiegsplätze.

Die ereignisreiche Geschichte des TUSEM beginnt am 20. Oktober 1926, als sich die Turner und Sportler der Margarethenhöhe trafen, um den Turn- und Sportverein Essen Margarethenhöhe zu gründen. Praktisch von der Stunde Null des TUSEM wurde auf der Margarethenhöhe Handball gespielt. Ursprünglich als Ausgleichssport für Leichtathleten und Turner gedacht, entwickelte sich die Handballabteilung und schaffte mit den Feldhandballern 1964 den Aufstieg in die Oberliga. Dieses Gastspiel dauerte jedoch nur ein Jahr, da danach die Bundesliga geschaffen wurde, für die man sich nicht qualifizieren konnte. 1973 steigen dann die Hallenhandballer erstmals in die Bundesliga auf, doch es sollte erneut nicht mehr als ein zweijähriges Gastspiel werden. Erst 1979 gelang der Wiederaufstieg aus der Regionalliga in das deutsche Oberhaus.

Mitte der 80iger Jahre begann die goldene Zeit des TUSEM: drei Meisterschaften, drei Pokalsiege und zwei Europapokalsiege holten die Essener zwischen 1986 und 1994. Es folgte eine elf Jahre andauernde Durststrecke, die zunächst mit dem Gewinn des EHF-Pokals freudvoll und mit dem Entzug der Bundesligalizenz schmerzlich endete. Der TUSEM startete einen Neuanfang in der Regionalliga und stieg innerhalb von zwei Jahren wieder in die erste Liga auf. Nach dem in der Relegation gegen Düsseldorf realisierten Klassenerhalt folgte der erneute Zusammenbruch auf Grund des zweiten Lizenzentzuges im November 2008. Nahezu die komplette Mannschaft verließ den TUSEM, so dass der damalige Coach Kristof Szargiej den Rest der Saison mit Spielern aus der eigenen Jugend sowie sechs britischen Nationalspielern zu Ende bringen „musste“. Mit lediglich drei Pluspunkten stieg man als eine der erfolglosesten Mannschaften der Bundesliga-Historie in die zweite Liga ab.

Die erste Saison im deutschen Unterhaus nach dem Zwangsabstieg bestritt die Mannschaft aus dem Ruhrpott nun nicht mehr mit britischen Nationalspielern, sondern mit drei Spielern aus dem Vorjahreskader, darunter auch Nationalspieler Patrick Wiencek, acht Neuzugängen und fünf Spielern aus der eigenen Jugend. Trotz einer optimistischeren Einschätzung der Vereinsverantwortlichen reichte es am Ende der Saison nur zu einem fünfzehnten Tabellenplatz. Nur auf Grund von Rückzügen in der Nord- und Süd-Staffel der Zweiten Bundesliga geriet der TUSEM nicht zunehmend in Abstiegsgefahr.

In der folgenden Qualifikationssaison zur eingleisigen zweiten Bundesliga wurde der TUSEM in die Nord-Staffel eingegliedert und sicherte sich unter dem neuen Trainer Maik Handschke mit einigen gezielten Neuzugängen, für manche überraschend, einen siebten Tabellenplatz. Dabei profitierte man von einer unglaublichen Heimstärke, denn nur in zwei der siebzehn Partien gingen die Gäste als Sieger vom Parkett.

Für die aktuelle Saison verstärkte sich der TUSEM nochmals, wobei vor allem die Zugänge von Rückraumspieler Hannes Lindt vom DHC Rheinland und Rechtsaußen Ole Rahmel vom VfL Gummersbach besonders wertvoll waren. Letzterer führt mit zurzeit 166/42 Toren die Torschützenliste der Zweiten Bundesliga an. Dennoch konnten Rahmel, Lindt und Co. in den letzten drei Auswärtspartien die Niederlagen in Minden, Schwerin und Leipzig nicht verhindern. Der TUSEM rutschte durch diese Niederlagen auf den vierten Tabellenplatz ab, hat aber dennoch nur einen Punkt Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Vielleicht endet diese Saison für den TUSEM ja mit einem Erfolgserlebnis der besonderen, weil unerwarteten Art…


Transfers
Gekommen:
Lasse Seidel, Simon Keller, Jonas Ellwanger (alle eigene Jugend), Ole Rahmel (VfL Gummersbach), Hannes Lindt (DHC Rheinland), Timm Schröder (HG Remscheid), Julius Kühn (HSG Düsseldorf)

Gegangen:
Ben Schütte (VfL Eintracht Hagen), Marko Popivoda, Guillaume Laout (beide Ziel unbekannt), Matthias Gerlich (TV 05/07 Hüttenberg), Pasqual Tovornik (TV Korschenbroich), Richard Wöss (Bergischer HC)

Der Trainer
Maik Handschke (geb. 19.07.1966), seit 2010 Trainer des TUSEM Essen

Internet
www.tusemessen.de