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Keine Hilfe weit und breit

Handball: TSG Friesenheim sucht vergeblich Ersatz - Rechtsaußen Felix Kossler agiert vorerst im Rückraum

Spielt bislang aushilfsweise gut im Rückraum der TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Felix Kossler, gelernter Rechtsaußen. FOTO:KUNZ

Ludwigshafen. Das neue Jahr begann bei Handball-Zweitligist TSG Ludwigshafen-Friesenheim, wie das alte endete: mit Verletzungspech. Heute in einer Woche beginnt für den leidgeplagten Klub die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen den TV Bittenfeld (20 Uhr).

Die beiden neuesten Patienten sind Nils Brandt (Knieoperation) und Mindaugas Veta (Achillessehnenverletzung), die sich gleich zu Beginn des Jahres abmeldeten. „So etwas hat es noch nicht gegeben”, meinte Manager Günter Gleich. Durch die Verletzungen stürzte der gute gestartete Bundesliga-Absteiger ab, und belegt im Moment den 14. Platz. Zum Glück gelang am zweiten Weihnachtsfeiertag noch der Sieg beim DHC Rheinland ...

Was für eine Hinserie! Die lange Liste des Schreckens - zum Mit-Gruseln noch einmal zusammengefasst.

Im Spiel bei der HG Saarlouis im November zog sich Kapitän Benjamin Matschke einen Kreuzbandriss zu. Er kann in dieser Saison nicht mehr spielen.

Ognjen Backovic fiel wegen einer Ellbogenverletzung wochenlang aus. Dabei war er gerade immer besser ins Spiel gekommen.

Andrej Kogut hatte Probleme mit dem Mittelfuß, pausierte, trainierte, spielte - und dann wurde schließlich erkannt, dass der Fuß gebrochen ist. Punktspiel-Comeback am nächsten Mittwoch.

Torhüter Kevin Klier musste wegen einer Zerrung an der Bizepssehne lange passen. Comeback: auch nächsten Mittwoch.

Und nun eben Nils Brandt und wieder Mindaugas Veta.

Wie Trainer Thomas König gestern berichtete, ist es im Moment schier unmöglich, einen Spieler für den Rückraum zu verpflichten. Wobei erschwerend für die TSG hinzukommt, dass der Klub bis Weihnachten einen Mann für den halblinken Rückraum suchte - und jetzt einen für den rechten. „Es ist sehr schwierig, es ist kein Spieler für uns auf dem Markt. Wir suchen, wir machen”, unterstrich der Coach. Immerhin: Vetas Achillessehne ist nicht angerissen, er kann ohne Operation behandelt werden, wobei nicht abzusehen ist, wann der Litauer wieder mitmischt. Solange sich personell nichts tut, spielen Rechtsaußen Felix Kossler oder ein Rechtshänder im Rückraum.

Am Samstag gab's bei der TSG das traditionelle Sponsoren-Treffen - und da hat Thomas König noch einmal die unglaubliche Verletzungsserie gestreift. „Ich habe darauf hingewiesen, wie es ist, wenn in einem Unternehmen fünf wichtige Führungskräfte ausfallen”, sagte er. Das Echo: durchaus Verständnis für die Lage. In der Saison gilt nun zuallererst einmal, den Abstieg zu vermeiden, um nächste Runde wieder angreifen zu können. „Die Mannschaft ist in einer guten Verfassung”, sagte König. Regisseur Andrej Kogut steht ebenso wieder im Training wie Torhüter Kevin Klier. Am Samstag testet die TSG bei Bundesligist HSG Wetzlar (18 Uhr, Sporthalle Dutenhofen).