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- Waiblinger Kreiszeitung

Hält die Serie des TVB im neuen Jahr?

Im letzten Hinrundenspiel der 2. Handball-Bundesliga reist der TV Bittenfeld heute nach Ludwigshafen. Mit einem Sieg beim Erstliga-Absteiger TSG Friesenheim hätte der TVB sein Polster auf die Abstiegsränge auf neun Punkte ausgebaut. Der TVB wird bis auf Leon Pabst mit dem kompletten Kader antreten, also auch mit den zuletzt angeschlagenen Simon Baumgarten und Thorsten Salzer.

Die TSG Friesenheim und der TV Bittenfeld durften die WM-Pause ein paar Tage länger genießen als die Konkurrenz. In der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen beschließen die beiden heute (20 Uhr) die Vorrunde. Spätestens jetzt ist’s also vorbei mit der Ruhe: In den 16 Wochen bis zum Saisonfinale in Bietigheim müssen die Bittenfelder 20 Ligaspiele bestreiten´.

Los geht’s gleich mit zwei Auswärtsspielen bei Gegnern, die nur zwei Punkte (Friesenheim) und einen Zähler (Bad Schwartau) von den Abstiegsrängen entfernt sind. Solche Partien sind der Kategorie „unangenehm“ einzuordnen – wobei der Bittenfelder Trainer Günter Schweikardt grundsätzlich nicht unterscheiden möchte zwischen leichteren und schwereren Aufgaben. „Man braucht sich ja nur wieder die Ergebnisse vom Wochenende anzuschauen.“

Vier Wochen hatten Schweikardt und sein Assistent Klaus Hüppchen Zeit, ihre Mannschaft auf die Rückrunde vorzubereiten. Dass die WM-Pause den Bittenfeldern gar nicht so gelegen kam, ist klar nach der prima Serie von 14:2 Punkten. Schweikardt hofft, dass das Team nicht allzu sehr aus dem Tritt gekommen ist. So ganz im luftleeren Raum bewegen sich die Bittenfelder allerdings nicht, das Benefizspiel am Freitag in Alfdorf gegen den Erstligisten FA Göppingen gab dem Trainer Hinweise auf den Zustand seiner Spieler. „Es war zwar nur ein Vorbereitungsspiel, aber auch das gibt Aufschlüsse“, sagt Schweikardt. Zumal’s auch für FA ein letzter Härtetest vor dem ersten Punktspiel heute in Wetzlar war.

Schweikardt war nicht nur mit dem 34:34 zufrieden, sondern auch mit der Leistung seiner Mannschaft. Schließlich war der TVB ohne Thorsten Salzer (Rückenbeschwerden) und Simon Baumgarten (Adduktorenzerrung) angetreten. Beide sind heute wieder dabei bei einem Gegner, der ziemlich schwer einzuschätzen ist.

Der Friesenheimer Trainer Thomas König musste nach dem Abstieg aus der 1. Liga seinen Kader nahezu komplett neu zusammenstellen, wichtige Spieler haben die „Eulen“ verlassen. Evgeni Pevnov (Füchse Berlin), Gunnar Dietrich (TBV Lemgo) und Jan-Lars Gaubatz (VfL Gummersbach) blieben in der 1. Liga. Gabor Ancsin zog’s zum SC Pick Szeged (Ungarn), auch Vladimir Bozic, Janko Bozovic, Alexander Eusterholz, Andreas Friedrich, Frank Müller und Stephan Pfeiffer sind nicht mehr dabei. Junioren-Nationalspieler Christian Dissinger schloss sich dem Schweizer Erstligisten Kadetten Schaffhausen an.

Trotz allem hat König noch eine ganze Anzahl erstligaerfahrener Spieler im Kader. Vom Saisonziel, wieder vorne mitzuspielen, mussten sich die Friesenheimer nach einem guten Saisonstart mit 9:3 Punkten rasch verabschieden. Beispielloses Verletzungspech brachte die Mannschaft in große Schwierigkeiten. Im November zog sich Kapitän Benjamin Matschke einen Kreuzbandriss zu, der das Saisonende bedeutete. Der 100-fache slowenische Nationalspieler Ognjen Backovic fiel wegen einer Ellbogenverletzung wochenlang aus. Andrej Kogut brach sich den Mittelfuß.

Torhüter Kevin Klier musste wegen einer Zerrung an der Bizepssehne lange passen. Kogut und Klier werden heute ihr Comeback feiern, Backovic hat dies schon hinter sich. Von der Bestbesetzung sind die Eulen aber weiter ein gutes Stück entfernt: Nun fallen mit Nils Brandt (Knieoperation) und – wahrscheinlich – Mindaugas Veta (Achillessehnenverletzung) zwei Linkshänder aus.Günter Schweikardt indes sieht keinen Grund, den Gegner deshalb zu unterschätzen. „Friesenheim hat auch so noch einen sehr guten Kader.“ Auf vielen Positionen sei es exzellent – und doppelt – besetzt. Beispielsweise am Kreis mit Steffen Bühler und Junioren-Weltmeister Alexander Becker oder auf Rechtsaußen mit Marco Hauk und dem Ex-Großwallstädter Felix Kossler.