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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Eulen wollen Zweier gegen Düsseldorf einfahren

Thomas König: "Dieses Spiel müssen wir gewinnen" - Foto: Reis

(gek) Zum Rückrundenauftakt kommt die HSG Düsseldorf rheinabwärts in die Pfalz zur TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Die HSG befindet sich auf Abschiedstournee, seit der Klub einen Insolvenzantrag gestellt hat und daher vorzeitig als erster Absteiger feststeht. HSG-Manager Frank Flatten verkündete diese Schreckensnachricht im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten. Die Westdeutsche Allgemeine beschrieb dies als "den vorläufigen Tiefpunkt von 30 Jahren Bundesliga-Handball in der Landeshauptstadt". Nun soll eine Fusion mit dem DHC Rheinland retten, was noch zu retten ist. Das neue Konstrukt wird in der kommenden Saison als DDHC Rheinland an den Start gehen, wobei der DHC Rheinland selbst aktuell im Abstiegskampf der zweiten Liga verstrickt ist und auch die "Verstärkungen" aus Düsseldorf den Abwärtstrend bislang nicht stoppen konnten.

Die Situation der HSG erinnert an die des TuSEM Essen, der in seiner Erstligasaison 2008/2009 innerhalb von drei Jahren zum zweiten Mal pleite ging, personell nach dem Insolvenzantrag völlig ausblutete und die Runde mit sagenhaften 3:65 Punkten als Letzter abschloss. Auch die Blau-Gelben haben einige Spieler ziehen lassen müssen. So haben unterdessen Ernir Arnarson, Michael Hegeman, Julius Kühn, Mathias Lenz und Maximilian Weiß den Klub verlassen. Trainer Ronny Rogawska steht vor der schwierigen Aufgabe, die Motivation der verbliebenen Akteure aufrecht zu erhalten, für die es wohl in erster Linie darum geht, sich mit guten Leistungen für andere Clubs zu empfehlen.

"Wir hatten richtig gute Phasen im Spiel", meinte Steffen Bühler zum Auftritt am vergangenen Mittwoch gegen Bittenfeld. "Aber man hat auch gesehen, dass es in der einen oder anderen Szene noch an der Feinabstimmung fehlt." Zum Gegner aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt meint der Kreisläufer: "Sie haben durch ihre Abgänge Substanz gelassen und Qualität verloren." Für TSG-Coach Thomas König ist klar. "Dieses Spiel müssen wir gewinnen." Ihren ersten Auftritt im neuen Jahr hat die Rogawska-Formation in Bad Schwartau mit 22:29 verloren und hat damit weiterhin 12 Zähler auf der Habenseite. Drei Punkte mehr hat die TSG in der aktuellen Statistik stehen, was die Bedeutung dieser Begegnung offenkundig werden lässt.

Die Begegnung in der Friedrich-Ebert-Halle leiten Hans-Peter Brodbeck und Simon Reich, beide aus Metzingen. Der Anwurf erfolgt am Samstag, 11. Februar 2012, um 19 Uhr.