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- Mannheimer Morgen

Eulen mit Glück zum 27:27

Ludwigshafen. Die abstiegsbedrohte TSG Friesenheim hätte sich gestern in der 2. Handball-Bundesliga im Heimspiel gegen den Tabellenneunten TV Bittenfeld beinahe selber besiegt. Obwohl sie 30 Sekunden vor Spielende Ballbesitz und alle Zeit der Welt für das entscheidende Tor hatte, gab sie diesen Vorteil durch einen Abspielfehler her - und hatte Glück, dass Bittenfeld nicht noch den Siegtreffer setzte. So blieb es beim 27:27 (14:15). Hinzu kamen bei den Friesenheimer ungewöhnlich viele Stürmerfouls und zahlreiche technische Fehler. Die bewegliche 5:1-Abwehr des TVB schmeckte ihnen ebenfalls nicht.

Zwei "Rückkehrer" bei den Eulen zeigten sich indes von ihrer besten Seite: Torhüter Kevin Klier und Rückraumspieler Andrej Kogut, die fast wieder wie in besten Zeiten agierten. Klier parierte allein in der ersten Halbzeit neun Würfe - Kogut war nach 57-tägiger Zwangspause als Anspieler wieder in der Form seiner ersten sieben Spiele, versemmelte aber in der Schlussminute die durchaus mögliche letzte Torgelegenheit der Eulen.

"Wir haben viele Fehler gemacht - vor allem in der Vorwärtsbewegung", sagte der verletzte Mannschaftskapitän Benjamin Matschke, der sich als Co-Kommentator für den Rundfunk profilierte. Er sah kein berauschendes Spiel seiner Mannschaft, die sieben Mal mit zwei Toren Vorsprung führte, aber dies nicht ausbauen konnte. "Wenn wir drei oder vier Tore vorgelegt hätten, wäre der Käse gegessen gewesen", meinte Matschke, der von einem "gerechten Ergebnis" sprach.

Das sahen die Bittenfelder begreiflicherweise anders, die zuletzt vier Spiele hintereinander gewonnen hatten. "Ein Sieg war möglich", meinte Trainer Günter Schweikardt. In der ersten Halbzeit war seine Mannschaft etwas konzentrierter als die Eulen, doch die Friesenheimer wurden nach einem frühen 0:3-Rückstand besser und kamen in der 18. Minute durch Kogut sogar erstmals zu einer Führung. Hätten sie am Ende nicht zu viele "freie Bälle" vergeben, wäre ein Sieg drin gewesen. Aber der Bittenfelder Torhüter Gregor Lorger wurde immer stärker und rettete seiner Mannschaft am Ende den verdienten Punkt.

TSG: Klier, Bender - Grimm (3/1), Kogut (5), Backovic (6), Bühler (2), Hauk (5), Claussen (n.e.), Becker (1), Kossler (6/2), Klimek, Hauk (4 min.), Bühler, Becker (beide 2 min.) - Schimmelbauer, Sigtrygsson, Weiß, Schöbingen (alle 2 min.). - Schiedsrichter: Eggert/Szuka (Dormagen). - Zuschauer: 1030. rs