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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Erlangen dreht kämpferisches Match gegen die Eulen

Felix Kossler hatte bei Strafwürfen eine klasse Quote - er verwandelte alle. - Foto: Reis

(gek) Den Ballwerfern der TSG Ludwigshafen-Friesenheim gelang es in Erlangen am Samstagabend nicht, ihre jüngste positive Serie von 5:1 Zählern fortzusetzen und somit beim Tabellendritten für eine Überraschung zu sorgen. Trotz einer starken Vorstellung insbesondere in der ersten Halbzeit und einer im Prinzip zu knappen 2-Tore-Führung nach 30 Minuten drehten die favorisierten Franken in der Schlussviertelstunde die Partie und gewannen nach umkämpften 60 Minuten mit 25:21 (10:12). In der entscheidenden Phase leisteten sich die Rothemden einige technische Fehler zu viel und die Abwehr stand nicht mehr ganz so kompakt wie noch im ersten Durchgang. Vielleicht hat der König-Auswahl, der nach einer Dreiviertelstunde zusehends die Kräfte ausgingen, auch einfach nur eine höhere Führung in der zweiten Hälfte gefehlt, um den Hinspielerfolg zu wiederholen.

Das Team von Frank Bergemann ging als hoher Favorit in dieses Match, in dem die TSG Anwurf hatte und durch Ognjen Backovič den ersten Treffer landete. Beide Teams spielten ihre Angriffe lange aus und beide Abwehrreihen agierten beweglich und aggressiv, so dass Tore in den ersten Minuten Mangelware waren. Nach sechs Minuten stand die Begegnung 2:2 und die Keeper Andreas Bayerschmidt und Kevin Klier hatten erste Paraden zu verzeichnen. Durch einen Doppelschlag von Felix Kossler lagen die Pfälzer nach knapp zehn Minuten zum ersten Mal mit zwei Treffern vorne (5:3). Steffen Bühler legte nach. Christoph Nienhaus und Oliver Hess mussten kurz nacheinander für jeweils zwei Minuten vom Feld, was die Eulen aber nur zu einem Überzahltor nutzen konnten. Die Mannen von Thomas König blieben indessen am Drücker und führten nach fast 24 Minuten mit 11:7. Der 4-Tore-Vorsprung halbierte sich indessen bis zur Pause, was dem Geschehen freilich nicht gerecht geworden war.

In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts behielt die TSG ihre Führung, doch als Alex Becker beim Stand von 15:15 eine Zeitstrafe erhielt, kippte die Partie. Oliver Hess bescherte seinen Farben die zweite Führung, aber Ognjen Backovič glich aus. Weitere zwei Mal gelang der König-Fraktion der Gleichstand, ehe zwei Zeitstrafen für Steffen Bühler und Ognjen Backovič, die wegen Meckerns, zusätzliche Kräfte raubte bei denen, die auf der Platte eine 4:6-Unterzahl zu bestreiten hatten. Erlangen erhöhte erst auf 20:18, dann durch Daniel Pankofer per Siebenmeter auf 21:18. Das 24:20 durch Oliver Hess entschied schließlich das Spiel eineinhalb Minuten vor dem Ende.

Eine Spezialität aus dem Hause Kogut sind Schlagwürfe, das blitzte auch in Erlangen immer wieder auf - Foto: Reis

"In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel dominiert", kommentierte Torwart Kevin Klier. "Aus unserer Überlegenheit haben wir aber zu wenig Kapital schlagen können, denn wir hätten mit einer weit höheren Führung in die Pause gehen müssen. In der zweiten Halbzeit ging uns der Akku aus und in den Schlussminuten fehlte uns einfach die Kraft. In der Abwehr haben wir dann viele 1:1-Situationen verloren und vorne kamen wir kaum noch zum guten Abschluss. Für beide Mannschaften war es ein kräfteraubendes Spiel."

"Wir hätten mit einer 3- oder 4-Tore-Führung in die Pause gehen müssen", sagte Alexander Becker, der Junioren-Weltmeister. "In der Schlussphase haben wir es den Angreifern von Erlangen zu einfach gemacht. Leider unterliefen uns auch zu viele Fehler, die vom Gegner eiskalt genutzt wurden. Wir sind alle enttäuscht, weil mehr drin gewesen wäre. Vielleicht schaffen wir es im nächsten Spiel, nicht nur 40, 45 Minuten unseren Ball zu spielen, sondern über die volle Distanz. " Steffen Bühler fand, dass "das Resultat deutlicher ist als es der wahre Spielverlauf widerspiegelt. Wir haben uns alle geärgert, dass wir uns in der ersten Halbzeit nicht deutlicher absetzen konnten und so Erlangen auf Schlagdistanz blieb. Auf die Leistung gerade in der ersten Halbzeit können wir aufbauen, denn die war sowohl in der Abwehr als auch im Angriff richtig gut."

Erlangens Trainer Frank Bergemann meinte: "Solche engen Spiele können jederzeit in die eine oder andere Richtung kippen. Dass wir das bessere Ende für uns hatten, lag daran, wie hart diese tolle Truppe gefightet hat. Es war unglaublich, wie cool und wie wenig nervös diese junge Mannschaft heute aufgetreten ist."

Die Statistik:

HC Erlangen: Bayerschmidt, Selke; Müller, Schwandner, H. Münch (1), Krämer, Nienhaus (7), Hess (5), Schneck (1), Pankofer (9/6), Schmidtke, Urbasik, Link (2)

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Bender; Dumitru, Grimm (4), Kogut (4), Backovič (5), Bühler (2), Hauk (1), Claussen, Becker (1), Kossler (4/3), Klimek

SR: Nils Blümel & Jörg Loppaschewski (beide Berlin) ◊ Zuschauer: 1.500 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 12:6, Nienhaus (13.), Hess (14. und 55.), Pankofer (21. und 56.), Link (32) – Becker (40.), Bühler (48.), Backovic (48.) ◊ Siebenmeter: 6/6: 3/3 ◊ Team-Time-out: 24:00 – 28:25 und 54:15

Spielfilm: 3:3 (8.), 3:7 (14.), 6:8 (19.), 7:11 (24.), 9:11 (27.), 10:12 (HZ) – 11:14 (36.), 15:15 (40.), 18:18 (47.), 21:18 (51.), 23:19 (56.), 25:21 (Ende)