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Durchatmen

HANDBALL: Die TSG Friesenheim gewinnt 30:22 gegen schwache Düsseldorfer - ein Sieg für die Moral.

TREFFSICHER
Sieben Tore erzielte Felix Kossler gestern Abend. (foto: kunz-hartmann)

LUDWIGSHAFEN. Handball-Zweitligist TSG Friesenheim kann wieder etwas durchatmen: Einen wichtigen 30:22 (15:12)-Heimerfolg gegen den Tabellendrittletzten HSG Düsseldorf feierte gestern Abend die Mannschaft von Thomas König. Erstmals in dieser Saison schoss Friesenheim 30 Tore in der eigenen Halle.

„Heute war in erster Linie der Sieg mit den zwei Punkten wichtig. Durch die Leistungssteigerung nach der Pause haben wir Düsseldorf den Schneid abgekauft”, sagte ein zufriedener Trainer König. Mit fünf Treffern in Folge baute Friesenheim den Vorsprung auf acht Tore (20:12) aus. Und brachte die wacker kämpfenden, aber insgesamt chancenlosen Düsseldorfer auf die Verliererstraße. Ganz stark in dieser Phase war Torwart Kevin Klier, der mehrfach glänzend parierte und einen Siebenmeter von Jan Artmann abwehrte. Im Angriff setzte der abwehrstarke Ognjen Backovic Akzente. Philipp Grimm zeigte sich mal wieder in guter Wurflaune. Acht Feldtore hat der Linksaußen schon lange nicht mehr geworfen. „Das Spiel soll man nicht überbewerten. Wir hätten noch höher gewinnen müssen. Aber der Sieg ist natürlich gut für die Moral”, meinte Grimm.

Als der siebte Saisonerfolg nicht mehr zu nehmen war, gab Thomas König dem zweiten Anzug eine Chance. Zwei Mal traf dabei Sergiu Dumitru. Richtig gut kamen die „Eulen” vor 1120 Zuschauern in das Spiel. Durch einen Tempogegenstoß von Philipp Grimm führten die Hausherren nach sieben Minuten 5:1. Spielerisch und körperlich war Friesenheim der nach ihrer Insolvenz stark verjüngten Düsseldorfer Mannschaft überlegen. Manchmal hatte man vor der Pause den Eindruck, die TSG würde den dezimierten Gegner etwas auf die leichte Schulter nehmen. Durch Bruder Leichtsinn mit vergebenen Chancen oder technischen Fehlern kam die HSG wieder durch ihren Halblinken Marco Bauer auf 6:8 heran.

Dann kombinierte die König-Sieben zur Freude ihrer Fans wieder richtig gut. Schon war wieder ein Vier-Tore-Vorsprung durch Rückraumspieler Felix Kossler zum 10:6 herausgespielt. Entscheidend absetzen konnte sich die wechselhaft spielende Mannschaft in dieser Phase allerdings nicht. Nach der Pause trat Friesenheim dann insgesamt entschlossener auf.

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Bender (ab 44.) - Kossler (7/1), Kogut (3), Backovic (5) - Hauk (1), Grimm (8) - Becker (2) - Bühler (1), Klimek, Dumitru (2), Clausen (1)

HSG Düsseldorf: Savonis, Schlingmann (ab 45.) - Behrends (5/1), Feld (1), Marco Bauer (2) - Tim Bauer (2), Jan Artmann (6/1) - Backhaus (2) - Nils Artmann, Pagalies (4/2), Zarnekow

Spielfilm: 3:1 (4.), 8:4 (12.), 10:6 (17.), 13:11 (22.), 15:12 (30.), 19:12 (35.), 22:14 (42.), 27:18 (54.), 29:21 (58.) - Zeitstrafen: 3/2 - Siebenmeter: 1/1 - 6/5 - Beste Spieler: Backovic, Grimm, Klier, Kossler - Artmann, Behrends - Zuschauer: 1120 - Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen). (nau)