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Das Bekenntnis des Hexers

Porträt: Torwart Kevin Klier gibt TSG Friesenheim Stabilität - Tusem Essen kommt

Stark beim Comeback gegen Bittenfeld: Kevin Klier. FOTO: KUNZ-HARTMANN

Ludwigshafen. Mit Tusem Essen gastiert morgen (17 Uhr, Ebert-Halle) eines der Überraschungs-Teams der Zweiten Handball-Bundesliga bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Kapitän Kevin Klier sieht seine Sieben gewappnet. In der Hinrunde gab's eine 21:32-Niederlage.

„Unsere Mannschaft macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Wir haben in Erlangen trotz des 21:25 gesehen, dass wir jedes Spiel gewinnen können - auch auswärts”, erläuterte der Torhüter. Kevin Klier ist zurück. Mit Beginn der Rückrunde Anfang Februar und dem Spiel gegen den TV Bittenfeld nahm er seinen Platz zwischen wieder ein. Endlich!

Im Spiel bei der HG Saarlouis Mitte November zog er sich eine Verletzung an der Bizepssehne zu. Das dauerte. Der 27-Jährige agiert sofort wieder auf hohem Niveau. „Soweit geht es ganz gut. Ich muss an der verletzten Schulter arbeiten, die Verletzung ist doch Problem behaftet. Aber es geht Stück für Stück weiter, ich bin selbst überrascht, wie gut es schon läuft”, sagte er.

Obgleich er während seiner Verletzungspause von dem jungen Maximilian Bender glänzend vertreten wurde - Kevin Klier ist längst eine Institution bei der TSG Friesenheim. Als die Mannschaft vor eineinhalb Jahren als Aufsteiger mit unbekümmertem Handball die Bundesliga bereicherte, war Klier einer der Eckpfeiler. Bis zu seiner Verletzung im Februar 2011 , er zog sich damals einen Fingerbruch zu, war Klier einer der besten Torhüter des Oberhauses. Er hielt fantastisch.

Die Etappe nach dem Abstieg - gerade auch mit dem Blick auf die vielen Verletzungen, die die TSG ins Hintertreffen geraten ließen - wertet der Torhüter als „Konsolidierungsjahr”. „Das Gesicht der Mannschaft hat sich nach dem Abstieg doch erheblich verändert, die neue Liga war für uns unbekannt. Ich bin mir sicher, dass wir eine neue Euphorie hätten entfachen können, wenn wir nicht so viele Verletzungen gehabt hätten”, haderte Klier. Die Losung für die nächsten Wochen: So viele Siege wie möglich holen. Mit der HSG Düsseldorf (Hauptverein insolvent) und dem TV Korschenbroich (Verzicht) stehten zwei Absteiger schon fest. „Ich bin sehr optimistisch, unsere Möglichkeiten angesichts der Probleme auf der halbrechten Seite sind ja immer noch eingeschränkt. Die Mannschaft hat Potenzial”, betonte der „Hexer” der TSG.

Bitter: Der Comeback-Versuch von Mindaugas Veta ist schon wieder beendet. Er lässt sich nun doch an der Achillessehne operieren. Die Saison ist für ihn beendet. „Das Spiel in Erlangen war okay, bis auf die letzten zehn Minuten. In kurzer Zeit geben wir es aus der Hand”, analysierte Trainer Thomas König.

Der Vertrag von Kevin Klier, seit 2007 bei der TSG, hat noch eine Laufzeit bis Juni 2013. Der Torhüter kann sich vorstellen, noch einige Jahre in Friesenheim zu bleiben - sogar bis zum Karriereende, es sei denn, es käme „das Mega-Angebot eines Top-Bundesliga-Vereins”. „Ich bin nicht jemand, der jedes Jahr etwas Neues braucht. Ich bin aus der Region, habe Familie, Freunde, Freundin hier - und die TSG, einen familiär geführten Verein”, führte Klier aus. Prima!