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- Mannheimer Morgen

Beide Teams unter Druck

Ludwigshafen. Ein ehemaliger Europapokalsieger und mehrfacher Deutscher Meister kommt morgen, 17 Uhr, in die Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle: Die TSG Friesenheim trifft in der 2. Handball-Bundesliga auf den Ex-Bundesligisten TuSEM Essen, der sich in Ludwigshafen als Pfalzcup-Rekordgewinner in der Vergangenheit einen guten Namen geschaffen hat. Und: TuSEM-Präsident ist Ulrich Gaißmayer, der bis zum Eintritt in den Ruhestand als langjähriger Geschäftsführer der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft LUKOM auch Chef der Ebert-Halle war.

König zuversichtlich

Doch das alles zählt morgen nicht, denn beide Mannschaften stehen gewaltig unter Erfolgsdruck: die Friesenheimer im Kampf gegen den drohenden Absturz in den Abstiegsbereich, die Essener als Meisterschaftsaspirant. Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet liegt in der Tabelle als Vierter nur vier Punkte hinter Spitzenreiter GWD Minden. TSG-Trainer Thomas König meint: "Wir können trotzdem gewinnen, wenn wir so spielen wie zuletzt 45 Minuten lang in Erlangen." Bei den Friesenheimern ist die Saison nicht nur für Rückraum-Ass Benjamin Matschke, sondern auch für den litauischen Linkshänder Mindaugas Veta beendet: Er musste sich wegen seiner Achillesfersenprobleme einer Operation unterziehen und fällt deshalb für die nächsten acht bis zehn Wochen auch im Training aus. Fehlen wird gegen Essen ferner Nils Brandt, der nach seiner Verletzung noch nicht wieder ganz fit ist.

Essen hat unterdessen den "Kanonier" der Zweiten Liga in seinen Reihen: Der 22-jährige Ole Rahmel hat in 21 Spielen bisher 166/42 Tore erzielt und führt deshalb die Liste der Torjäger mit großem Vorsprung an. Mit genau 111/31 Treffern ist auch der Linkshänder Hannes Lindt einer der besten Torjäger der Liga. Wie man solche Ausnahmekönner am besten ausschaltet, weiß TSG-Trainer König: "Man muss die beiden hautnah bewachen, dann nimmt man ihnen viele Chancen."

Die TSG Friesenheim, die in der Vorrunde in Essen ersatzgeschwächt eine deprimierende 21:32-Niederlage kassierte, hat Personalprobleme, aber auch der Essener Trainer Maik Handschke kann nicht seine beste Formation aufs Parkett bringen: Simon Ciupinksi ist wegen Adduktorenproblemen zumindest fraglich, Trainersohn Felix Handschke fällt als Linksaußen auf jeden Fall morgen aus.